Bundesliga

Nagelsmann-Plädoyer für Nelson: „Verdreht ihm nicht den Kopf!“

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Die TSG Hoffenheim hat vor der ersten Champions-League-Saison ihrer jungen Geschichte ordentlich in die Mannschaft investiert. Für fünf externe Neuzugänge zahlten die Kraichgauer immerhin an die 30 Millionen Euro. Die Leihe von Reiss Nelson kam erst spät zustande. Von allen Neuen im Team von Julian Nagelsmann hat der aber bisher den größten Einfluss auf die Resultate.

Die Leihgabe vom FC Arsenal steuerte am Samstag beim 3:1-Sieg beim 1.FC Nürnberg ihre Treffer drei und vier in der noch jungen Saison bei. Der 18-Jährige ist plötzlich in aller Munde. Seinem Trainer schmeckt das nur bedingt. „Vorsicht mit der Beurteilung, lasst den Jungen in Ruhe wachsen und verdreht ihm nicht den Kopf“, so Nagelsmann auf seiner Pressekonferenz vor der Königsklassenpartie gegen Olympique Lyon am Dienstag. Es sei nicht einfach für Nelson, mit seinen jungen Jahren bei all dem Lob auf dem Teppich zu bleiben.

Nagelsmann betont „Ausreißer nach unten“

„Wir sollten alle das Interesse haben, junge Spieler so zu entwickeln, dass sie gesund zu einem sehr, sehr guten Spieler reifen können“, nahm Nagelsmann die anwesenden Medienvertreter in die Pflicht. Nicht von ungefähr betonte der 31-Jährige, der englische Juniorennationalspieler habe ja auch schon schlechte Spiele für Hoffenheim absolviert. Bei seinem ersten Startelf-Einsatz bei Hannover 96 etwa nahm Nagelsmann den Teenager zur Halbzeit vom Feld. Es gehe darum, die „Ausreißer nach unten“ zu vermeiden und sich konstant weiterzuentwickeln.

Nelson soll kein One-Hit-Wonder sein

Dem Offensivspieler bescheinigte er herausragendes Potenzial und schon jetzt große Fähigkeiten im Eins-Gegen-Eins. Alleine, der Nachweis über eine gewisse Zahl von Spielen steht noch aus. Nagelsmann bemühte sich eines Sprachbilds, verglich Nelson mit einem Musiker. „Ein Lied kann einem ein paar Wochen das Abendbrot auf den Tisch bringen. Aber es geht nicht darum, ein One-Hit-Wonder zu sein, sondern gute Leistung stabil über lange Zeit hinzukriegen.“ Allerdings wird er den Langzeitest dem Vernehmen nach bei Arsenal antreten. Eine Kaufoption hat Hoffenheim laut Bild-Zeitung jedenfalls nicht.

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