Bundesliga

Nagelsmann kritisiert offenen Schlagabtausch: „Für Fans interessant, für Trainer weniger schön!“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Es war ein herber Rückschlag für die TSG Hoffenheim: Lange Zeit konnten die Kraichgauer auch in Unterzahl bei Eintracht Frankfurt gut mithalten, doch in den Schlussminuten drehten die Hessen die Partie noch komplett (2:3). Trainer Julian Nagelsmann ging danach kritisch mit seiner Mannschaft um.

Der neutrale Zuschauer und die Anhänger der Mannschaften von Eintracht Frankfurt und TSG Hoffenheim sahen eine hochattraktive Begegnung, die mit den Nachspielzeiten summiert insgesamt 112 Minuten lief! Bereits im ersten Durchgang entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, wobei die enorm ersatzgeschwächten Kraichgauer erst nach dem Rückstand in die Partie fanden und den Ausgleich erzielten. „Mit dem ersten Durchgang war ich nicht so zufrieden. Das Spiel war zu offen. Meine Mannschaft hatte wenig Struktur im Sechserraum und hat dem Gegner zu viele Räume gelassen. So ging das Spiel in beide Richtungen: Für die Zuschauer interessant, für uns Trainer weniger schön“, wurde Julian Nagelsmann in seiner Analyse deutlich.

Verärgert über die späten Gegentore

Verärgert – nachdem die Hoffenheimer ihre stärkste Phase mit dem Führungstor nach genau einer Stunde belohnten – zeigte sich Nagelsmann über die späten Gegentore in der 89. und 96. Minute: „Vor dem zweiten Treffer der Eintracht haben wir ewig lange mit dem Schiedsrichter diskutiert und das dritte Tor wäre mit einem guten Kettenverhalten eigentlich simpel zu verteidigen gewesen.“ So aber musste der 31-Jährige attestieren: „Die zwei späten Gegentore tun weh.“

Personell gebeutelte Hoffenheimer

In der Tat sind die Hoffenheimer aktuell personell gebeutelt: Kasim Adams sah Gelb Rot, Kerem Demirbay und Nadiem Amiri mussten verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Zwischenzeitlich fehlten der TSG somit neun Akteure, die als Stammkraft gelten können. „Wir trainieren derzeit mit zwölf Feldspielern“, zeichnete Nagelsmann ein Bild von der Ausnahmesituation und klagte: „Wenn dann noch der letzte Sechser ausfällt und Joelinton auf dieser Position spielen muss, dann wird es dünn für uns!“ Tabellarisch gesehen ist die Niederlage noch bitterer: Sollte der VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen gewinnen, wäre der Rückstand auf Europa-League-Platz sechs bereits auf sechs Zähler angewachsen.

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