Bundesliga

Nach Kritik an Rotation: Heidel nimmt Rudy in die Pflicht

on

Sebastian Rudy sollte im Sommer so etwas wie der Königstransfer von Schalke 04 sein. Wochenlang warben die Königsblauen intensiv um den Mittelfeldmann, den auch RB Leipzig unbedingt wollte. Bisher sind die 16 Millionen Euro Ablöse keine lohnende Investition. Christian Heidel erhöht nun den Druck.

„Vielleicht haben wir uns alle das ein bisschen zu rosig vorgestellt“, so der Manager gegenüber Sky zum Transfer des 28-Jährigen. Der Nationalspieler sei ein „top überdurchschnittlicher“ Spieler, so die wenig schmeichelhafte Beschreibung des langjährigen Mainzers. Rudy müsse sich „auch ein bisschen anpassen“, fordert Heidel. Das könnte als Seitenhieb auf die Kritik des Mittelfeldmannes gegenüber der Rotation von Trainer Domenico Tedesco zu verstehen sein. Denn der Neuzugang hatte bei einer Pressekonferenz der DFB-Auswahl am Wochenende moniert, er bekomme zu wenig Spielzeit um sich in der neuen Mannschaft zurecht zu finden. „Um richtig reinzukommen, muss man natürlich mehr spielen“, so seine Forderung.

„Wir haben nicht viel Zeit“

Heidel verweist nun auf den missliche Lage von Schalke. In der Bundesliga hinkt der Vizemeister meilenweit hinter den eigenen Ansprüchen hinterher. „Nach diesem Saisonstart haben wir nicht viel Zeit“, so der 55-Jährige. Gemeint haben dürfte der Sportvorstand damit: Schalke hat keine Zeit, auf einen Leistungssprung des vermeintlichen Königstransfers zu warten. Und keinen Spielraum, ihn mühsam in Form zu bringen. Rudy hat in der bisherigen Saison in acht von 15 Pflichtspielen mitgewirkt. Tedesco vertraute dabei allerdings lediglich drei mal in der Bundesliga von Beginn an auf den gebürtigen Baden-Württemberger. Seit dem 22. September hat Rudy sogar nur 18 Minuten in der Liga absolviert.

About Lars Pollmann

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.