Bundesliga

Nach Horror-Saisonstart: Heldt erklärt die Gründe für Hannovers Krise

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Nur zwei Punkte nach sechs Spieltagen – spätestens nach der 1:4-Niederlage in Frankfurt ist die Krise von Hannover 96 vollständig erkennbar. Manager Horst Heldt hat den Ursprung der aktuellen Situation bereits festgemacht.

Hannover 96 ist nach der 1:4-Niederlage bei Eintracht Frankfurt am Sonntag auf dem letzten Platz der Bundesliga-Tabelle angekommen. Gegen den amtierenden Pokalsieger ergaben sich die Niedersachsen in der 2. Halbzeit in ihr Schicksal. TV-Experte Dietmar Hamann stellt die Qualitätsfrage beim Team von Trainer Andre Breitenreiter. „So wie sie sich heute verkauft haben, muss ich lange suchen in der Bundesliga, wen sie überhaupt schlagen sollten“, so das harte Urteil des ehemaligen Nationalspielers bei Sky. Zu denken gibt dem 45-Jährigen dabei insbesondere die Art und Weise, wie Hannover die Partie verlor.

Heldt kritisiert die Mannschaftsleistung

Auch Hannovers Manager Horst Heldt fand das Auftreten seiner Mannschaft bei der Eintracht alarmierend. „Wir agieren nicht so, wie wir in der Bundesliga agieren müssen, haben etwa auch zu viele Freistöße produziert. Das müssen wir abstellen“, erklärte der 48-Jährige dem kicker und führte weiter aus: „Die ersten Minuten nach der Pause waren dann besser. Mit dem 3:0 war das Thema aber erledigt, das war der Genickbruch. Frankfurt wollte in dem jeweiligen Zweikampf mehr. Warum, das müssen wir untersuchen. Es war in der Höhe in Ordnung, wie wir verloren haben. Wir haben nicht konsequent verteidigt.“

Was führte zum Bruch bei Hannover?

Nach den ersten beiden Bundesliga-Spielen waren die Niedersachsen noch ungeschlagen, doch ihre bisherigen zwei Punkten stammen auch nur aus diesen Partien. Seitdem setzte es vier Niederlagen mit einem Torverhältnis von 4:12. Auf die ersten beiden Bundesliga-Begegnungen folgte eine Länderspielpause, die laut Horst Heldt zum Bruch in der Mannschaft führte. „Bis dahin war eigentlich alles in Ordnung. Wir waren alle mehr als zufrieden, auch berechtigt, nach den ersten drei Spielen inklusive Pokal. Das waren gute Leistungen gegen gute Gegner. Wir waren auch nicht zu selbstzufrieden, da war kein Larifari zu erkennen, es waren ganz normale Abläufe“, stellte der Sportdirektor fest. „Viele Spieler waren unterwegs, dann hatten wir einen schweren Auswärtsgegner. In Leipzig (2:3) waren es leichtsinnige Fehler im Aufbau. Das haben wir sehr schlecht gemacht“, so Heldt. Die Niederlage in Leipzig läutete die Krise bei den 96ern ein, die seitdem keinen einzigen Zähler mehr verbuchen konnten. Im kommenden Spiel empfängt Hannover mit dem VfB Stuttgart einen Konkurrenten aus dem Tabellenkeller.

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