Borussia Dortmund

Nach „grauenvollem 0:5“: Witsel sinnt bei Bayern auf Revanche

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Borussia Dortmund hat sich mit einer famosen 2. Halbzeit beim 3:2-Sieg gegen Inter Mailand in der Champions League für den Bundesliga-Schlager beim FC Bayern warmgeschossen. Im ewig jungen Duell der beiden Branchenriesen haben die Schwarzgelben noch eine Rechnung offen, wie Axel Witsel erinnert.

„Wir fahren nach München, um das Spiel zu gewinnen“, so der Belgier gegenüber Sport Bild. „Und weil wir ein wenig Wiedergutmachung betreiben wollen für das grauenvolle 0:5 im Rückspiel der vergangenen Saison.“ Am 28. Spieltag im April reiste der BVB als Tabellenführer nach München, hatte dem Sturmlauf des Rekordmeisters aber wenig entgegenzusetzen. Zur Halbzeitpause lagen Witsel und Co. bereits vier Tore hinten. „Wir wollen zeigen, dass wir Charakter und Kampfgeist besitzen. Dieses Mal werden wir uns wehren“, verspricht der Mittelfeldmann.

„Einmal wie Männer, einmal wie Kinder“

Für den Routinier sind die Spiele gegen die Bayern keine Frage der Qualität. „Im Hinspiel haben wir mit Eiern gespielt, in München nicht. Einmal sind wir wie Männer aufgetreten, einmal wie Kinder.“ Auf dem Weg zur verlorenen Meisterschaft stellte die hohe Pleite beim direkten Konkurrenten eine wichtige Zäsur dar. Mit einer gelungenen Revanche könnte der BVB am Samstag vier Punkte zwischen sich und den Titelverteidiger legen. „Wir haben den richtigen Trainer und die richtige Mannschaft, um Titel zu gewinnen“, ist Witsel überzeugt. „Und mit dieser Überzeugung, die wir alle in uns tragen, müssen wir auch auftreten.“

„Talent alleine reicht nicht“

Dass die Saison schleppender begann als die vorherige, ist für den 104-fachen Nationalspieler keine große Überraschung gewesen. „Es ist grundsätzlich schwieriger, Erfolg zu bestätigen als ihn nur einmal einzufahren.“ Gegner seien nach der starken Entwicklung von Borussia Dortmund in der Vorsaison besser auf die Mannschaft eingestellt. „Wir müssen für den Erfolg bereit sein zu leiden. Talent alleine reicht nicht. Das müssen wir verinnerlichen.“ Der 30-Jährige geht dabei mit gutem Beispiel voran. Er gehörte zu den wenigen Spielern, die auch in der Schwächephase des BVB ihre Leistung konstant abrufen konnten.

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