2. Bundesliga

Nach Doppel-Duell in Liga und Pokal gegen Stuttgart: Drei Erkenntnisse über den HSV

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Zwischen dem 6:2 in der Liga und dem 1:2 im Pokal lagen gerade einmal drei Tage. Die beiden Aufstiegsaspiranten Hamburger SV und VfB Stuttgart haben sich zwei spektakuläre und spannende Duelle geliefert – und dabei zwei unterschiedliche Gesichter gezeigt.

fussball.news analysiert, welche Schlüsse aus den Spielen zu ziehen sind.

Der VfB Stuttgart ist nicht zu unterschätzen

Klar, die deutliche Niederlage am Samstag war für den VfB Stuttgart eine schmerzhafte Erfahrung. Als Absteiger derart unter die Räder zu geraten, kann nicht der Anspruch der Schwaben sein. Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat gratulierte dem HSV nach dem 6:2 sogar vorzeitig zum ersten Aufstiegsplatz. Aber dahinter steckt Kalkül! Dass es seine Mannschaft besser kann, zeigte sie im Pokal. Vom Defensiv-Chaos aus dem Duell in der Liga war kaum noch etwas übrig. Mislintat wollte wohl den HSV in die Favoritenrolle drängen. Damit kamen die Hamburger in den letzten Jahren nicht wirklich zurecht.

Heckings Rotation ging nicht auf

Der HSV verfügt seit langer Zeit auch in der Breite des Kaders über viel Qualität. Trainer Dieter Hecking entschied sich im Pokal für drei Veränderungen in der Startelf: Kapitän Aaron Hunt, David Kinsombi und Jairo Samperio durften beginnen, Jeremy Dudziak, Sonny Kittel und Christoph Moritz blieben zunächst draußen. Aufgegangen ist der Plan nicht. Der HSV tat sich im Vergleich zum Wochenende schwerer, klare Torchancen herauszuspielen.

HSV kann sich auf Liga konzentrieren

Das frühe Pokal-Aus könnte für die Rothosen auch einen positiven Effekt haben. In der letzten Saison gelang der Einzug ins Halbfinale, während parallel noch um den Wiederaufstieg gekämpft wurde. Gut möglich, dass die Chance auf ein Finale ein wenig vom Wesentlichen abgelenkt hat. Das ist in dieser Saison nun nicht mehr der Fall. Der HSV kann sich voll auf die Liga konzentrieren.

About Daniel Jovanov

Daniel Jovanov zählt zu den führenden Reportern in Sachen Hamburger SV. Er berichtet unter anderem für die ZEIT und NDR.de. Seit Sommer 2019 zählt er auch zum Autorenteam von fussball.news. Sein Buch über den HSV „Der Abstieg: Wie Funktionäre einen Verein ruinieren“ (Rowohlt-Verlag; 2018) zählte zu den Bestsellern im Bereich Fußball-Bücher.

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