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Nach Demiral-Verletzung: Kein neuer Verteidiger für Juventus, Rugani bleibt

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Juventus Turin hat seinen 2:1-Sieg über die AS Rom am Sonntag teuer bezahlt. Merih Demiral zog sich einen Kreuzbandriss zu und dürfte die restliche Saison verpassen. Der türkische Verteidiger hatte sich zuletzt einen Stammplatz erkämpft. Ersatz wollen die Bianconeri aber wohl nicht holen.

Dies berichtet die italienische Sporttageszeitung Tuttosport, die in Turin erscheint und gewissermaßen als Hausblatt des Abonnement-Meisters der Serie A gilt. Vorbehaltlich unvorhersehbarer Entwicklungen auf dem Markt, heißt es da, werde Juve keine Neuverpflichtung in der Abwehr tätigen. Zuvor hatten manche Beobachter spekuliert, der Klub könne etwa bei Jerome Boateng vom FC Bayern vorstellig werden. Auch sei nicht geplant, nach der Verletzung von Demiral die Leihe von Cristian Romero an den FC Genua abzubrechen oder einen alten Bekannten wie Medhi Benatia zurückzuholen.

Auch Frankfurt zeigte wohl Interesse an Rugani

Stattdessen setzt Juventus Turin nun wohl wieder verstärkt auf Daniele Rugani. Der Verteidiger gilt seit Jahren beinahe in jedem Transferfenster als Kandidat auf einen Abschied. Heuer sollte er dem Vernehmen nach nicht für die K.o.-Phase der Champions League gemeldet werden. Ausländische Klubs, zu denen wohl auch Eintracht Frankfurt gehörte, sowie Serie-A-Konkurrenten machten sich demnach ernsthafte Hoffnungen auf einen Transfer. 25 Millionen Euro soll etwa Sampdoria Genau bereit gewesen sein, für Rugani auf den Tisch zu legen.

Paratici hält Rugani für unterschätzt

Davon will Juventus nun im Lichte des monatelangen Ausfalls von Demiral wohl nichts mehr wissen. „Er ist ein wichtiger Spieler, der knapp 100 Partien für uns gemacht hat“, lässt sich Sportdirektor Fabio Paratici zitieren. „Vielleicht liegt es daran, dass er wenige Tattoos hat und wenig in den Schlagzeilen steht, dass viele seine Qualitäten unterschätzen.“ In der laufenden Saison hat der 25-Jährige bisher nur drei Einsätze absolviert. Nun rückt er wohl als erster Ersatzspieler auf. Das Duo in der Innenverteidigung von Trainer Maurizio Sarri wird aber sicher aus Leonardo Bonucci und Matthijs de Ligt bestehen.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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