Borussia Dortmund

Nach dem Ende der Transferperiode: Diese Personalien dürften den BVB beschäftigen

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Die Fußballfunktionäre in den meisten europäischen Topligen dürften am Montagabend kräftig durchgepustet haben. Mit der Schließung des Transferfensters endet ein wichtiger Abschnitt im Saisonkalender. Allerdings bedeutet sie mitnichten, dass keine Personalien mehr für Beschäftigung sorgen.

Auslaufende Verträge, womöglich weiterhin wechselwillige Spieler und langfristige Planungen sorgen weiterhin für Arbeit. Der Job eines Fußballmanagers kennt heute kaum noch echte Ruhezeiten. So dürfte auch bei Borussia Dortmund spätestens nach der Länderspielpause die ein oder andere Personalie in den Vordergrund rücken. fussball.news beleuchtet sie und wagt eine Prognose.

Auslaufende Verträge

Mit Stand 04. September laufen die Arbeitsverträge von Mario Götze, Raphael Guerreiro, Lukasz Piszczek und Eric Oelschlägel am Saisonende aus. Zudem endet der Leihvertrag mit Achraf Hakimi, der zu Real Madrid zurückkehren soll und dem Vernehmen nach auch will. Ersatzkeeper Oelschlägel erhielt bereits im Sommer nur einen neuen Vertrag, weil Nachwuchsmann Luca Unbehaun längerfristig fehlt. Bei Piszczek hieß es zunächst, er gehe in sein letztes Jahr beim BVB. Inzwischen ist eine Verlängerung durchaus vorstellbar, wie Michael Zorc bereits im Juli bestätigte. Die spannendsten Fragen drehen sich um Götze und Guerreiro. Der Portugiese hätte den Verein noch am Montag verlassen dürfen, hätte er eine Verlängerung kategorisch ausgeschlossen. Bei Götze ist die Lage inzwischen völlig diffus. Bleibt er sportlich außen vor, macht eine Ausdehnung der Beziehung selbst bei verringertem Gehalt für beide Seiten wenig Sinn.

Prognose: Oelschlägel verlässt Dortmund, Piszczek hängt ein Jahr dran, Guerreiro verlängert, aber nicht langfristig. Bei Götze riecht es nach Abschied, die Lage kann sich aber rasch ändern.

Mittelfristige Planung

Als Verein, der durchaus auch auf den Erlös von Ablösezahlungen angewiesen ist, kann bei Borussia Dortmund der Fokus nicht nur auf Spielern liegen, die unmittelbar auslaufende Kontrakte haben. Wichtig sind auch jene, deren Papiere nur bis 2021 laufen. Schließlich muss gegebenenfalls nach der Saison ein Verkauf avisiert werden. Betroffen sind die Torhüter Roman Bürki und Marwin Hitz, Routinier Marcel Schmelzer, Mittelfeldmann Julian Weigl und Flügelspieler Jacob Bruun Larsen. Bürki ist als Nr.1 klar etabliert, solange Hitz mit seiner Rolle dahinter zufrieden bleibt, spricht nichts gegen eine weitere Zusammenarbeit in der Konstellation. Ex-Kapitän Schmelzer ist nur noch in der Kabine und als Identifikationsfigur wichtig, zu unterschätzen ist das aber nicht. Weigl gilt in Dortmund als potenzieller Kapitän der Zukunft, dürfte aber seine langfristigen Stammplatzchancen ausloten, bevor er sich bindet. Bruun Larsen dürfte es schwer haben, auf Einsatzzeiten zu kommen, womöglich ist der BVB (noch) eine Nummer zu groß.

Prognose: Die wichtigen Fragen sollten sich im Laufe der Saison klären lassen. Bürki und Weigl zu halten, stellt eine Priorität für die Schwarzgelben dar. Bei Bruun Larsen könnte eine Verlängerung mit 18-monatiger Ausleihe im Winter Thema werden.

Vorbereitung auf den Ernstfall

Es braucht keine großen prophetischen Gaben, um vorherzusagen, dass Jadon Sancho der nächste ganz große Abgang beim BVB wird. Das englische Ausnahmetalent könnte schon im Sommer 2020 nicht zu halten sein. Immerhin wird er mit großer Wahrscheinlichkeit eine Rekordsumme einspielen, mit der Dortmund aber besser umgehen muss als bei ‚Vorgänger‘ Ousmane Dembele. Angeblich suchen die Schwarzgelben bereits nach einem Nachfolger, die Bemühungen dürften sich im Saisonverlauf nur intensivieren. Im Interesse des Klubs wäre dabei an sich eine frühe Entscheidung von Sancho. Doch könnte seine Ablöse beispielsweise durch eine starke Europameisterschaft mit England noch steigen.

Prognose: Der BVB dürfte intern darauf drängen, im Frühjahr eine Tendenz des Flügelspielers zu erfahren. Von einem Abgang nach der Saison auszugehen, ist sicher nicht die ganz falsche Fährte. Auf der Suche nach Nachfolgern muss Dortmund früh dran sein. Ein Name für den Hinterkopf: David Neres von Ajax.

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