Bundesliga

Muss Castro zurück auf die ungeliebte Rechtsverteidiger-Position?

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Der VfB Stuttgart bereitet sich derzeit in La Manga (Spanien) auf die Rückrunde vor. Der aktuelle Tabellen-16. der Bundesliga steht vor einer Halbserie im Abstiegskampf. Markus Weinzierl lässt deshalb nichts unversucht. Hinten rechts testet er mehrere Alternativen. Eine davon heißt Gonzalo Castro.

Der Neuzugang von Borussia Dortmund hatte sich in der Hinserie auf seiner Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld nicht zwingend für einen Stammplatz empfohlen. Den verlor der 31-Jährige dann auch, als Weinzierl auf der Trainerbank von Tayfun Korkut übernahm. Unter dem neuen Chefcoach stand Castro nur zweimal in der Startelf. Viermal kam er von der Bank und ebenfalls viermal überhaupt nicht zum Einsatz. Dennis Aogo und Christian Gentner haben Weinzierls Vertrauen im Mittelfeld, weswegen Castro zuletzt in Trainingsspielen laut eines Berichts der Bild-Zeitung öfter hinten rechts spielte. Dort begann er bei Bayer Leverkusen seine Karriere und wurde sogar Nationalspieler.

Tuchel hielt es nur 45 Minuten aus

Im Laufe der Jahre entwickelte der gebürtige Wuppertaler aber größeren Appetit auf die Offensive und die Nähe zum Spielgeschehen im Zentrum. Als Rechtsverteidiger will Castro erklärtermaßen nicht mehr spielen. Thomas Tuchel musste in Dortmund früh einsehen, dass die Abneigung des Routiniers gegenüber der Position auch Auswirkungen auf seine Leistungen hat. In einem Europa-League-Qualifikationsspiel bei Odds BK aus Norwegen (4:3) spielte der Deutsch-Spanier derart unterirdisch, dass Tuchel zur Halbzeit lieber Matthias Ginter zweckentfremdete.

„Man spielt, wo der Trainer einen aufstellt!“

„Er war auch jetzt nicht begeistert“, zitiert das Boulevardblatt Weinzierl. „Aber nach meiner Auffassung spielt man dort, wo der Trainer einen aufstellt.“ Neben Castro testet er aktuell auch Santiago Ascacibar auf der ungewohnten Position. „Wir versuchen, alle Optionen auszuprobieren. Jetzt ist die Zeit dazu“, begründet er seine Experimente. Hintergrund dürfte dabei vor allem die Verletzung von Andreas Beck sein. Der Ex-Nationalspieler laboriert an Knieproblemen.

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