England

Mourinho: „Ich brauche keine neuen Spieler“

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Jose Mourinho hat sich am Donnerstag in einer ersten Pressekonferenz als Teammanager der Tottenham Hotspur den Fragen der Öffentlichkeit geöffnet. Dabei betonte der streitbare Portugiese erneut, wie glücklich er mit dem neuen Job sei. Vor allem, weil das Personal herausragend sei.

„Ich habe den Spielern gesagt, dass ich wegen ihnen hergekommen bin“, so der 56-Jährige. „Manche von ihnen habe ich bei anderen Klubs versucht zu kaufen, bei anderen habe ich es gar nicht erst versucht.“ Klubbesitzer Daniel Levy gilt als notorisch schwerer Verhandlungspartner bei Transfers. Spieler gegen seinen Willen aus London loszueisen gestaltet sich seit Jahren als zähe Angelegenheit. „Das größte Geschenk sind die Spieler, die da sind“, wurde Mourinho beinahe poetisch. Dem zweifachen Champions-League-Sieger haftet dabei eigentlich ein eher uncharmanter Ruf an.

„Ich brauche keine neuen Spieler“

Er sei das, was englische Fußballfans und Medien als ‚checkbook manager‘ bezeichnen: Ein Trainer, der nur gute Ergebnisse erzielen könne, weil seine Klubs Abermillionen für die besten Spieler bereit stellen. Dafür war Levy bei den Spurs bisher nie bekannt. Und, zumindest gemessen an seinen ersten öffentlichen Aussagen, will Mourinho daran auch nicht rütteln. „Ich brauche keine neuen Spieler, ich muss nur die besser kennenlernen, die schon da sind. Ich kenne sie schon gut, aber man kann sie gar nicht gut genug kennen, bis man sie persönlich trifft.“ Viel Zeit bleibt Mourinho dabei nicht für das erste Kennenlernen vor dem Debüt auf der Bank der Tottenham Hotspur.

„Sie waren in guten Händen“

Am Samstag (13:30 Uhr deutscher Zeit) geht es in einem der zahlreichen Londoner Derbies auswärts gegen West Ham United. Für den Portugiesen sei die kurze Vorbereitungszeit kein Problem. „Ich habe mir schon gedacht, dass ich mitten in der Saison einen Job übernehmen und zwei Tage später ein Spiel haben könnte. Wir haben unsere eigenen Ideen, aber die Spieler waren in den Händen eines guten Trainers und Trainerstabs“, lobte er Vorgänger Mauricio Pochettino. Der Argentinier war am Dienstagabend nach fünf Jahren recht überraschend entlassen worden. Der Champions-League-Finalist der Vorsaison steht in der Premier League aktuell nur auf Rang 14.

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