Bundesliga

Moisander: „Wir sind nicht zu brav!“

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Werder Bremen hat die Winterpause auf dem indiskutablen 17. Tabellenplatz verbracht. Mit dem Auswärtsspiel am Samstag bei Fortuna Düsseldorf beginnt die Mission Klassenerhalt für die Hanseaten. Dass es dafür an Typen mit der richtigen Mentalität mangele, lässt Niklas Moisander nicht gelten.

„Wir sind nicht zu brav“, so der Verteidiger gegenüber Sport Bild. „Ömer Toprak hat eine gute Mentalität, Davy Klaassen geht immer voran, auch Theo Gebre Selassie. Wir haben genügend Spieler mit Persönlichkeit.“ Zu denen darf sich auch der Kapitän zählen. Allerdings weiß Moisander, dass er dem Team in der Hinrunde wegen Verletzungen nicht so helfen konnte, wie es wohl nötig gewesen wäre. Hilfe ist das richtige Stichwort für die Verpflichtung von Kevin Vogt. Der Abwehrmann kommt für ein halbes Jahr von der TSG Hoffenheim, Werder Bremen hat nach aktuellem Stand keine direkte Handhabe, den Neuzugang dauerhaft zu verpflichten.

Vogt „unbelastet in die Rückrunde“

„Er bringt viel Erfahrung mit, war Kapitän in Hoffenheim und hat eine gute Ausstrahlung“, lobt Moisander. „Er geht unbelastet in die Rückrunde, weil er die letzten Monate nicht mitgemacht hat. Das kann uns bestimmt helfen.“ Dass die Grün-Weißen vor allem in der Defensive dringend Verstärkung benötigten, lässt sich schon an der Tabelle ablesen. 41 Gegentore sind der schwächste Wert der Bundesliga. Werder ist zudem dem Magazin zufolge der einzige Klub in den fünf großen europäischen Ligen, der nicht ein einziges Saisonspiel ohne Gegentor überstanden hat.

„Sehr enttäuschend und auch peinlich“

„Das ist sehr enttäuschend und natürlich auch peinlich. Aber es ist auch Motivation“, sagt Moisander. Der 34-jährige Finne ist trotz der Probleme aus der ersten Halbserie überzeugt vom Aufschwung im neuen Jahr, verbunden mit dem Klassenerhalt. „Wir waren in den letzten Jahren mehrfach in einer äußerst schwierigen Situation und haben sie gelöst. Das werden wir auch diesmal schaffen“, so Moisander. Der Routinier kam in der Hinrunde verletzungsbedingt auf nur sechs Bundesligaspiele. Fünf davon verlor Werder, kassierte insgesamt 15 Gegentreffer.

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