Nationalmannschaft

Möller springt Özil zur Seite: „Kritik war überzogen“

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Vor dem zweiten Auftritt der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland beherrscht die Diskussion um Mesut Özil den Äther. Ehemalige Nationalspieler wie Stefan Effenberg oder Lothar Matthäus gingen den Spielmacher heftig an. Grundtenor der Kritik: Özil sei nicht mit der richtigen Einstellung bei der Sache. Unterstützung erhielt der nun von Andreas Möller.

„Ich gehe davon aus, dass Özil das Nationaltrikot gerne anzieht“, so der Welt- und Europameister im Interview mit der Funke Mediengruppe. Er sei in Deutschland aufgewachsen, habe alle Jugendnationalmannschaften des DFB durchlaufen. „Und jetzt auf einmal, durch diese Erdogan-Geschichte, die unglücklich gelaufen ist, soll das anders sein? Ihn da plötzlich zu entfremden, passt nicht.“ Möller selbst war einer der streitbarsten Profis seiner Zeit, Fans vergötterten oder verabscheuten den Mittelfeldstar, der seine größte Zeit im Dress von Borussia Dortmund verbrachte.

Özil hat mehr Antennen

Deshalb kann er sich gut in Özils Situation versetzen. „Klar ist, dass Spielertypen im offensiven Spielbereich, Techniker und Spielgestalter, die das Spiel lenken sollen, grundsätzlich schon von ihrer Mentalität und Charaktereigenschaft ein paar Antennen mehr haben“, so Möller über die Sensibilität der deutschen Nr. 10. Es sei wichtig, dass Özil nun mit Leistung auf die Kritik antworte. „Sobald der Schiedsrichter anpfeift, muss er das Spiel lenken. Keiner erwartet, dass er drei Tore schießt. Aber er braucht jetzt ganz viele Ballkontakte.“ Bei der Niederlage gegen Mexiko (0:1) gehörte der Star des FC Arsenal noch zu den besseren Spielern von Bundestrainer Joachim Löw. Der 29-Jährige dürfte gegen Schweden sein 92. Länderspiel absolvieren, bisher gelangen ihm dabei 23 Treffer.

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