Bayer 04 Leverkusen

Mit „Angst“ und dem „Schauspieler des Tages“: Hoffenheim für Auftritt in Leverkusen in der Kritik

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Die TSG Hoffenheim hat am Samstag ein torloses Remis bei Bayer Leverkusen erzielt. Angesichts des Saisonstarts der beiden Teams und insbesondere des Spielverlaufs, war das Resultat für die Gäste ein echter Erfolg. Allerdings muss sich der Klub nach der Partie einige Kritik anhören.

„Das war fast Angst vor uns“, ärgerte sich etwa Rudi Völler laut Bild am Sonntag über die verhaltene Spielweise des Gegners. „Früher haben die hier auch mitgespielt“, so der ehemalige Bundestrainer. Ob er den Abgang von Trainer Julian Nagelsmann zu RB Leipzig bemängelt, ist nicht überliefert. Womöglich wäre Hoffenheim auch aktiver gewesen, wenn die Werkself in Nadiem Amiri und Kerem Demirbay nicht zwei der besten Mittelfeldspieler des Gegners vom Samstag verpflichtet hätte. So oder so muss das Remis als zwei verlorene Punkte für die Rheinländer gelten.

19:0 Ecken ohne Ertrag

Die wohl eindrücklichste Statistik stellt der Fakt dar, dass Bayer Leverkusen 19 und die TSG Hoffenheim nicht eine einzige Ecke im gesamten Spiel hatte. Zählbares kam dabei freilich nicht heraus. Ein gewisses Lob ist den Gästen wohl auch zu machen, dass sie trotz des Ansturms der Hausherren standhaft blieben. Das galt allerdings nicht für Kevin Vogt, der kurz vor Ende des Spiels erst gegen Lucas Alario zu Boden ging und dann eine kleine Rudelbildung anzettelte. Dass dabei das Thema Zeitspiel im Vordergrund gestanden haben dürfte, liegt auf der Hand.

Kinhöfer rügt Vogt

Eine Rüge erhält der Abwehrchef Hoffenheims dennoch. Der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer zeichnet ihn in einer BamS-Kolumne als „Schauspieler der Woche“ aus. „Da war nichts los, schon gar kein Kontakt im Gesicht“, urteilt der langjährige Unparteiische. Seinen Zweck erfüllte die Aktion dennoch. Hoffenheim nahm ein paar wichtige Sekunden von der Uhr und beendete die Partie mit einem Punkt, der die Kraichgauer in der Tabelle vor der Länderspielpause immerhin in die erste Hälfte führt.

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