2. Bundesliga

Minge: „Es muss ein Umdenken stattfinden, wenn wir den nächsten Schritt gehen wollen“

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Dynamo Dresden hat am Freitagabend einen wichtigen Sieg über den SV Wehen Wiesbaden erzielt. Nach dem 1:0 tauschten die Sachsen mit den Hessen den Platz und verbringen die Länderspielpause als Vorletzter. Abgesehen der akuten sportlichen Lage ist der einst verschuldete Klub kerngesund. Ralf Minge plant deshalb langfristig.

„Es muss ein Umdenken stattfinden, wenn wir den nächsten Schritt gehen wollen, und da beziehe ich mich ein“, so der Sportchef gegenüber dem MDR. Im ersten Schritt habe die Entschuldung des Vereins die oberste Priorität genossen. „Jetzt sind wir dabei, die Rahmenbedingungen für den nächsten Schritt zu finanzieren“, so die Dynamo-Legende. Explizit erwähnt er dabei das neue Trainingszentrum, das trotz Fördermitteln von Stadt und Land auch vom Klub einen finanziellen Kraftakt einfordert. „Dann müssen wir uns im klaren darüber sein, dass wir wieder vermehrt in die Mannschaft investieren müssen“, so Minge.

Dynamo-Legende sieht sich als „Alter Schotte“

Ihm persönlich falle dieses Umdenken durchaus schwer, scherzt der einstige Ausnahmeangreifer. „Mir als altem Schotten, weil ich jeden Euro wie meinen eigenen betrachte. Aber es ist der Weg, den wir uns auferlegt haben und er ist verlässlich und seriös.“ Diesen Weg schlug Dynamo Dresden vor etwa einem Jahrfünft ein. Seit Sommer 2016 gilt der Klub offiziell als schuldenfrei, hat seither ein durchaus beträchtliches Eigenkapital nach und nach angehäuft. Dennoch gehören die Sachsen in der 2. Bundesliga keineswegs zum Geldadel. „Das muss man konstatieren, es gibt ein Wahnsinns-Gefälle, was die wirtschaftlichen Möglichkeiten anbelangt“, so Minge. Entsprechend wird es darauf ankommen, nicht nur mehr zu investieren. Sondern dabei auch die richtigen Entscheidungen zu treffen.

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