Bundesliga

Medien: Wechsel-Veto von Kovac Schuld am Bruch mit Boateng?

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Jerome Boateng gehört beim FC Bayern zu den Verlierern der abgelaufenen Saison. Der Weltmeister von 2014 verlor seinen Stammplatz im Klub und seinen Status als Nationalspieler des DFB. Eine Trennung im Sommer scheint vorprogrammiert. Dass sie nicht schon 2018 zustande kam ist wohl der Grund für den Bruch zwischen ihm und dem Rekordmeister.

Bekanntlich wollte der Berliner im vergangenen Jahr zu Paris St. Germain wechseln. Der Transfer befand sich bereits auf der Zielgeraden, als Neu-Trainer Niko Kovac sein Veto einlegte. „Er könne ihn nicht freigeben, da er in der Innenverteidigung drei gestandene Spieler brauche“, berichtet Karl-Heinz Rummenigge gegenüber Sport Bild von der Argumentation des Kroaten. „Das hat Jerome nicht gefallen, das habe ich damals gespürt.“ Die Motivation von Boateng litt in der Folge des verweigerten Wechsels wohl.

Eklat in Athen

Zum Eklat kam es dem Magazin zufolge nach dem Champions-League-Spiel bei AEK Athen im Oktober. Kovac habe den Verteidiger wegen seiner mangelnden Einstellung in die Trainerkabine zitiert. In das anschließende Gespräch schaltete sich demnach auch Hasan Salihamidzic ein. Boateng habe gegen den Sportdirektor gegiftet: „Du hast mir gar nichts zu sagen, du wolltest mich im Sommer loswerden.“ Der Vorfall verdeutlicht, wie sehr das Tischtuch zerschnitten scheint. Die Klub-Bosse haben ihre Linie derweil deutlich gemacht. Uli Hoeneß legte Boateng noch bei der Double-Feier einen Wechsel nahe.

Rummenigge will „seriöse und faire Lösung“

„Ich glaube, wir müssen eine für beide Seiten seriöse und faire Lösung finden“, sagt Rummenigge. „Das halte ich grundsätzlich für möglich.“ Boateng hatte zuletzt gegenüber dem kicker zwar angekündigt, er werde „bestimmt nicht wegrennen“, ein Transfer gilt dennoch als wahrscheinlich. Sport Bild zufolge wären die Münchner in diesem Jahr bereits ab etwa 15 Millionen Euro Ablöse gesprächsbereit. Über potenzielle Interessenten am 30-Jährigen ist aktuell allerdings wenig bekannt.

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