Bayer 04 Leverkusen

Medien: Völler wollte sich zugunsten von Boldt zurückziehen

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Die Nachricht vom Personalwechsel in der Führungsebene von Bayer Leverkusen kam vergangene Woche überraschend: Jonas Boldt verlässt den Klub am Saisonende, Simon Rolfes übernimmt als neuer Sportdirektor. Rudi Völler hat den Abgang anscheinend noch zu verhindern versucht.

Wie Sport Bild berichtet, plante der ehemalige Bundestrainer in den vergangenen Wochen seinen Rückzug aus dem operativen Geschäft. Demnach habe er als Geschäftsführer Sport Platz für Boldt machen wollen, wäre seinerseits in den Gesellschafter-Ausschuss gewechselt. Grundsätzlich seien diese Schritte erst zu einem späteren Zeitpunkt angedacht gewesen. Völler habe umgeschwenkt, um Boldt vom Verbleib zu überzeugen. Der 36-Jährige wäre in der Organisationsstruktur der Werkself auf eine höhere Stufe geklettert und so dem neuen Geschäftsführer Fernando Carro auf Augenhöhe begegnet.

Bruch in der Trainerfrage

Zwischen den beiden hat es dem Bericht zufolge in den wenigen Monaten der Zusammenarbeit immer wieder Spannungen gegeben. Unter anderem habe Carro Boldt in der Trainerfrage im Stich gelassen. Nach dem schlechten Saisonstart seien sie sich über eine Entlassung von Heiko Herrlich eigentlich einig gewesen. Der Spanier habe sich dann aber doch gegen Boldt gestellt und sei eher der Linie von Völler gefolgt. Der Ex-Profi steht seit Monaten auch öffentlich klar hinter Herrlich. Für den Trainer bedeutet der angekündigte Rückzug von Völler wohl nichts gutes. Dem Vernehmen nach hätte er sich schon bei einer Niederlage gegen den VfB Stuttgart am Freitag nicht mehr halten können. Der 2:0-Sieg muss der Auftakt einer Serie sein, wenn sich seine Zukunft bei Bayer noch zum Positiven wenden soll.

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