Bundesliga

Medien: Tönnies erst im Dezember wieder im Stadion

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Die dreimonatige Amtsenthebung von Clemens Tönnies beim FC Schalke 04 infolge eines Rassismus-Skandals im Spätsommer endet am heutigen Mittwoch. Damit nimmt der Aufsichtsratsvorsitzende seine Tätigkeiten für die Königsblauen wieder auf und darf auch in offizieller Funktion ins Stadion zurückkehren. Doch damit lässt er sich wohl Zeit.

Wie Sport Bild berichtet, plant der Fleischfabrikant seine Rückkehr in die Veltins-Arena für das Spiel gegen Eintracht Frankfurt am 15. Dezember ein. Offizieller Grund seien demnach berufliche Verpflichtungen. Der 63-Jährige würde damit die Heimspiele gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag sowie gegen Union Berlin Ende November nach der Länderspielpause verpassen. Die Rückkehr von Tönnies ins Stadion wird mit Spannung erwartet, weil viele organisierte Fans eine härtere Sanktion für seine rassistische Entgleisung im August gefordert hatten.

„Weiter das Gesicht von Schalke“

Beim FC Schalke 04 stehen sie aber weiter hinter dem langjährigen Klub-Boss. „Er lebt und liebt diesen Verein“,sagt etwa Vorstandsmitglied Alexander Jobst gegenüber dem Magazin. „Wir Verantwortliche wissen sehr genau, wie wichtig Clemens Tönnies als Aufsichtsrats-Vorsitzender für diesen Klub ist. Aufsichtsrat und Vorstand stehen geschlossen hinter ihm.“ Aufsichtsratsmitglied Stefan Gesenhues nennt ihn gar „weiter das Gesicht von Schalke 04“. Freilich sorgte der Fall Tönnies intern auch für andere Töne. Im September etwa trat Kornelia Toporzysek aus dem Ehrenrat zurück. Das Gremium hatte über die Bestrafung für den Aufsichtsratschef zu bestimmen. Das Urteil kommentierten seinerzeit viele Beobachter als milde.

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