Bundesliga

Medien: Hannover drohen Rekord-Sanktionen

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Hannover 96 befindet sich sportlich weiterhin in einer schwierigen Lage. Mit neun Punkten stehen die Niedersachsen derzeit auf dem Relegationsplatz. Doch auch außerhalb des Spielfeldes droht Ungemach: Die Satzungsänderung des Vereins könnte mit Rekord-Sanktionen bestraft werden.

Einem Bericht von Sport Bild zufolge droht den 96ern der höchste Punktabzug der Bundesliga-Geschichte. Es sei demnach davon auszugehen, dass Hannover im Falle einer Bestrafung mit einem Punktabzug im „deutlich zweistelligen“ Bereich zu rechnen habe. Damit wäre der Abstieg in 2. Bundesliga mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besiegelt. Allerdings drohe außerdem die Verweigerung der Lizenz, sodass der Traditionsklub im schlimmsten Fall im Amateurbereich landen könnte. Denn auch in der 3. Liga gelten die Grundsätze von 50+1, gegen die Präsident Martin Kind nach Ansicht der DFL verstößt.

Entscheidung im Januar oder Februar

Die Entscheidung über das Schicksal von Hannover soll im Januar oder Februar fallen. Dann ergeht das Urteil des Ständigen Schiedsgerichtes der Lizenzligen über die Beschwerde von Kind gegen seinen Ausnahmeantrag von der 50+1-Regel. Anschließend könnte der Punktabzug erfolgen, womit die restliche Rückrunde mehr oder minder zur Farce würde. Da dies auch die Wettbewerbsgerechtigkeit negativ beeinflussen würde, hoffe die DFL inständig auf ein Einlenken von Kind. Die Satzungsänderung von Hannover muss demnach zurückgenommen werden, um das Fiasko noch abzuwenden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung, die zu diesem Zwecke einen neuen Aufsichtsrat wählen und dadurch Kind entmachten will, ist seitens der vereinsinternen Opposition in Planung.

Update am Mittwochnachmittag:

Hannover 96 hat sich in einer Pressemitteilung zum Bericht der Sport-Bild geäußert. Der Tenor: Der Verein steht im Austausch mit der DFL, drakonische Strafen für 96 sind derzeit nicht zu erwarten.

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