Borussia Dortmund

Medien: Haaland mit der ersten BVB-Ausstiegsklausel seit Götze

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Borussia Dortmund hat das Rennen um Erling Haaland gewonnen. Der Stürmer von RB Salzburg absolvierte am Freitag seinen ersten Arbeitstag als Spieler des BVB. Bei seiner Verpflichtung mussten sich die Schwarzgelben durchaus strecken. Womöglich gar mit dem Bruch einer inzwischen eisernen Regel.

Nachdem Nuri Sahin 2011 Richtung Real Madrid und Mario Götze den Klub zwei Jahre später zum FC Bayern verlassen hatte, wollte sich Dortmund nie wieder in die missliche Lage begeben, einem Spieler tatenlos beim Abschied zuschauen zu müssen. „Es wird künftig bei Borussia Dortmund keine Ausstiegsklauseln mehr geben“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Mai 2013 gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Dem Vernehmen nach konnte der Verein diese selbstauferlegte Regel in den vergangenen Jahren stets einhalten.

Gerüchte in England haben United-Geruch

Durchaus denkbar, dass Dortmund so der ein oder andere Spieler durch die Finger ging. Bei Haaland war der Klub wohl nicht bereit, dieses Szenario zuzulassen. Gerüchte um eine Ausstiegsklausel im Vertrag des 19-Jährigen halten sich vor allem in England hartnäckig. Allerdings gilt als gängige Lesart, das dort Manchester United, womöglich über Mittelsmänner, für die Verbreitung entsprechender Informationen gesorgt hat, um das eigene Gesicht zu wahren. Der Branchenriese buhlte selbst heftig um Haaland, Cheftrainer Ole-Gunnar Solskjaer war das große Pfund. Immerhin hatte der Norweger seinem Landsmann bei Molde FK zum Profidebüt verholfen.

Klausel soll deutlich über 58,5 Millionen Euro liegen…

Berichte mit erstaunlich niedrigen Summen einer etwaigen Ausstiegsklausel des Stürmers sind also mit Vorsicht zu genießen. Dass Haaland aber eine solche Klausel haben könnte, ist bislang an keiner Stelle nachhaltig bestritten worden. Nun berichtet das Internetportal The Athletic erneut davon, der Neuzugang habe bei Borussia Dortmund eine Exit-Strategie in seinen Kontrakt einbauen lassen. Allerdings sei die Summe deutlich höher als 50 Millionen Pfund (etwa 58,5 Millionen Euro). Diese Größenordnung hatten englische Medienberichte zuletzt nahegelegt.

… und erst nach einiger Zeit greifen

Zudem, so das Portal, soll Haaland von der Klausel erst nach einer gewissen Verweildauer in Dortmund Gebrauch machen können. Wann genau sie greift, ist dem Bericht nicht zu entnehmen. Der Stürmer hat beim BVB für viereinhalb Jahre unterschrieben, dass er so lange auch ein Borusse bleibt, ist allerdings kein sonderlich realistisches Szenario. Egal ob mit oder ohne Klausel. Auch wenn die bei Fans, die nach Sahin und vor allem Götze gebrannte Kinder sind, nicht sonderlich beliebt sind, hat eine Ausstiegsklausel auch etwas gutes. Sie gibt einen Tag X vor, an dem Klarheit herrscht und eliminiert womöglich monatelanges Tauziehen. Vorausgesetzt, der Spieler entscheidet sich eindeutig für einen neuen Klub.

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