Bundesliga

Medien: Deshalb sagten Eberl und Lahm dem FC Bayern ab

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Der FC Bayern München hat den Umbruch auf Führungsebene in den vergangenen Jahren (noch) nicht wie erhofft durchziehen können. Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sind – wie die Pressekonferenz am vergangenen Freitag zeigte – unverändert mächtig und Sportvorstand Hasan Salihamidzic sucht auch nach über einem Jahr nach seiner Installation noch nach seinem Platz im Machtgefüge des deutschen Rekordmeister. Zwei andere Kandidaten sagten dem FC Bayern zuvor ab.

Philipp Lahm galt als der Kronprinz, der in die Aufgabe hineinwachsen und später die Geschicke im Verein lenken sollte. Dies wurde zumindest angekündigt – in den Gesprächen laut Sport Bild-Informationen aber nicht fixiert. Zunächst wurde dem Weltmeister demnach ein Schriftstück mit Anforderungsprofil vorgelegt, welches dieser als Basis für weitere Gespräche sah. Doch bei der nächsten Verhandlungsrunde blieben die Punkte trotz vorhergegangener Diskussionen unverändert. Die Folge: Lahm sagte ab. Er zweifelte daran, weitreichende Kompetenzen zu erhalten. Hauptknackpunkt: Er sah sich im Gegensatz zu den Verantwortlichen nicht als ständiger Begleiter der Mannschaft.

Eberl verlängerte in Gladbach

Max Eberl, ebenfalls ein ehemaliger Spieler und somit ein Mann mit Stallgeruch, war offenbar der Wunschkandidat von Uli Hoeneß. Er führte die Gespräche mit dem Manager von Borussia Mönchengladbach, Karl-Heinz Rummenigge soll abgesagt haben, wenn es konkreter wurde. Eberl spürte schnell, dass sein Typ als starker, erfahrener Sportdirektor nicht gefragt ist. Statt zum FC Bayern zu gehen, verlängerte er seinen Vertrag bei der Borussia bis 2022.

Salihamidzic

Stattdessen kam im August 2017 mit Hasan Salihamidzic ein Newcomer, der sich neben Hoeneß und Rummenigge noch nicht profilieren konnte. Bei der denkwürdigen Pressekonferenz durfte er ein Statement abgeben, die Gesprächsführung übernahm das mächtige Duo der Münchener. Deutlich wurde der Bosnier nur bei der Frage danach, ob er sich vorstellen könne, dass neben einem Sportdirektor noch ein Sportvorstand installiert wird: „Nein. Für diese Aufgabe wird es nur eine Person geben, und die bin ich. Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen.“ Im Aufsichtsrat soll dieser Gedankengang nämlich durchaus eine Rolle spielen.

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