Borussia Dortmund

Matthäus vermisst bei BVB-Pleite „Einstellung, Wille und Leidenschaft“, aber auch Mut

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Borussia Dortmund hat mit einer 1:3-Niederlage bei Union Berlin vor der Länderspielpause einen heftigen Dämpfer versetzt bekommen. Die bis dato ergebnistechnisch optimal gestarteten Schwarzgelben zeigten beim Aufsteiger eine Darbietung, für die Fans und Beobachter wenig Verständnis aufbringen. Auch Lothar Matthäus legt den Finger in die Wunde.

„Mentalität schlägt Qualität“, dieses Motto würde der Sky-Kolumnist über die Partie am Samstagabend schreiben. Der Vizemeister habe einsehen müssen, dass mit nur 80 Prozent seines Leistungsvermögens in Berlin nichts zu holen war. Damit setzte sich ein Trend der Vorsaison fort. Auch da ließ der BVB immer wieder Punkte gegen vermeintlich kleine Gegner liegen. „Natürlich hat das mit mangelnder Einstellung, Wille und Leidenschaft zu tun“, schreibt Matthäus. „In der letzten Saison hat ihnen dieser Schlendrian die Meisterschaft gekostet.“

„Viel zu lässiges Auftreten“

Tatsächlich fehlten schließlich nach 34 Spieltagen nur zwei Zähler auf den FC Bayern. Dass womöglich entscheidende Punkte durch Unentschieden bei den späteren Absteigern Hannover 96 und 1.FC Nürnberg oder die Niederlage beim FC Augsburg liegen gelassen wurden, liegt auf der Hand. Das Positive an der Niederlage bei Union sei, dass Mannschaft und Verantwortliche anschließend sehr selbstkritisch damit umgegangen seien. „Allerdings müssen Sie dieses viel zu lässige Auftreten endlich abschalten“, fordert Matthäus. Neben der mangelnden Bereitschaft sieht der Rekordnationalspieler aber auch taktische Gründe für die verdiente Pleite beim Aufsteiger.

Matthäus regt mehr Mut an

„Ich finde, dass sie mutiger agieren könnten und aus dem 4-2-3-1 mit einer Doppel-Sechs gerne mal ausbrechen, einen defensiven Spieler für einen offensiven opfern und den Gegner mit mehr Angriffs-Power überrollen.“ Für eine entsprechende Variante hat sich Trainer Lucien Favre bislang nicht von Beginn an begeistert. Matthäus legt Borussia Dortmund jedenfalls nahe, „von Anfang an zu zeigen, wer hier eigentlich um die Meisterschaft spielen will“. Nach der Länderspielpause haben die Schwarzgelben gegen Bayer Leverkusen die Möglichkeit, es besser zu machen.

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