Bundesliga

Matthäus über Neuer: „Stur auf einen Vertrag zu pochen wäre frech“

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Trotz der Coronakrise bestimmen beim FC Bayern aktuell auch zwei sportliche Personalien die Schlagzeilen. David Alaba und Manuel Neuer haben einen Vertrag, der kommendes Jahr ausläuft. Der Keeper würde beim Rekordmeister gerne einen Rentenvertrag unterschreiben. Lothar Matthäus empfiehlt ihm mehr Flexibilität.

„Jetzt stur auf einen Vertrag zu pochen, den er in dieser Länge und vor allem in seinem Alter so gut wie nirgendwo mehr angeboten bekommt, wäre frech“, schreibt der Rekordnationalspieler in einer Kolumne für Skysport.de. Dem Vernehmen nach erwartet der Kapitän der Münchner eine Verlängerung bis 2025, dann wird er 39 Jahre alt sein. Der Klub soll sich einer derartig langfristigen Angelegenheit verschließen. Neuer solle sich „vor allem in diesen Zeiten daran erinnern, dass Dankbarkeit und Wertschätzung keine Einbahnstraßen sind“, fordert Matthäus.

Bayern stand stets hinter Neuer

Immerhin habe der Klub seiner Erinnerung nach noch nie „irgendeinem Spieler mehr Wertschätzung entgegengebracht“ als dem Schlussmann. Zum Beispiel, indem die Verantwortlichen beim Torhüterstreit im DFB-Team auf Angriff schalteten und Marc-Andre ter Stegen sowie vermeintliche Unterstützer des Herausforderers attackierten. Zudem, als Neuer mit diversen Verletzungen zu kämpfen hatte. „Als die Verpflichtung von Alexander Nübel publik wurde, haben Trainer Hansi Flick und alle anderen ganz klar Partei für Neuer ergriffen“, zählt Matthäus weiter auf.

„Wenn er seine Leistung bringt“

Neuer solle dies alles beachten und dem Verein ein Stück weit entgegenkommen. Damit sei ja nicht gesagt, dass er früher als gehofft den Platz zwischen den Pfosten des FC Bayern räumen müsse. „Wenn er seine Leistung bringt, muss er sich über Konkurrenz im Tor sowieso keine Sorgen machen, denn die gibt es dann weit und breit nicht“, urteilt Matthäus. Nur könne ein Spieler mit Neuers Verletzungshistorie nicht garantieren, bis beinahe 40 Top-Leistungen abzurufen. Auch deshalb solle der Routinier keine Forderungen stellen, „die dem Arbeitgeber Kopfzerbrechen bereiten“.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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