Bundesliga

Matthäus sieht Flick als „idealen Cheftrainer“ für mehr ‚Mia san mia‘

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Die Mannschaft des FC Bayern hat auf die Beurlaubung von Niko Kovac nach dem 1:5-Debakel bei Eintracht Frankfurt die passende Antwort geliefert. Gegen Olympiakos und Borussia Dortmund setzte es zwei überzeugende Siege unter der Anleitung von Hansi Flick. Der Interimstrainer darf deshalb bis auf Weiteres auf dem Chefposten bleiben. Lothar Matthäus kann sich das auch als Dauerlösung vorstellen.

„Der FC Bayern braucht nicht unbedingt einen Trainer der dreimal die Champions League gewonnen hat und ein Weltstar ist“, schreibt der Rekordnationalspieler in einer Kolumne für Skysport.de. „Was der FC Bayern braucht, ist Ruhe, Geschlossenheit, und die Gewissheit, dass der gesamte Club an einem Strang zieht.“ Mit seiner eher zurückhaltenden Art, aber gleichzeitig hoher Sozialkompetenz sei Flick dafür genau der richtige Mann. „‚Mia san mia‘ bedeutet auch, dass in der Trainerfrage alle von der Lösung überzeugt sind. Ich bin sicher, dass Hansi Flick der ideale Cheftrainer sein kann. Wenn er von den Klub-Bossen akzeptiert, respektiert und total unterstützt wird.“

Trainer muss gemeinsame Lösung sein

Es sei deshalb wichtig, dass sich alle Entscheidungsträger gemeinsam auf eine Lösung verständigen. Es dürfe nicht mehr vorkommen, dass der Übungsleiter als Kandidat nur eines Platzhirschs bei den Münchnern gelte. Kovac etwa kam auf Wunsch des scheidenden Präsidenten Uli Hoeneß, während Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wohl Thomas Tuchel bevorzugte. Zuletzt hieß es, der künftige Sportvorstand Hasan Salihamidzic bevorzuge Mauricio Pochettino von den Tottenham Hotspur. Wobei die restliche Führungsriege am Credo festhalte, der neue Chefcoach müsse Deutsch sprechen.

„Zeigt, was in ihm steckt“

Aus Sicht von Matthäus muss der Rekordmeister aber nun vielleicht gar nicht weiter nach einem Trainer Ausschau halten. „Wie er die beiden Spiele geplant und umgesetzt hat, zeigt, was in ihm steckt“, schreibt er über seinen ehemaligen Mitspieler Flick. Zudem habe sich der Interimscoach Respekt verschafft, indem er Thiago Alcantara und Philippe Coutinho auf die Bank setzte. „Sie wissen jetzt auch, dass sie ein Problem haben, wenn sie nicht gegen den Ball arbeiten. Aber auch das, wird ihnen Hansi ruhig und überzeugend gesagt haben.“ Aktuell gilt als wahrscheinlich, dass Flick zumindest bis zur Winterpause im Amt bleibt. Die Zeit kann er für Eigenwerbung nutzen.

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