Nationalmannschaft

Matthäus: Nations-League-Abstieg „auch ein Imageschaden“

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Die deutsche Nationalmannschaft hat am Montagabend einen sicher geglaubten Sieg im abschließenden Spiel der Nations League gegen die Niederlande aus der Hand gegeben. Schon vor dem 2:2 in Gelsenkirchen stand der Abstieg der DFB-Auswahl fest. Lothar Matthäus sieht darin „auch einen Imageschaden“.

Dies schreibt der Rekordnationalspieler in einer Kolumne für Sky. „Das werden wir dann spüren, wenn wir gegen Mannschaften wie Island oder Slowenien anstelle von Niederlande oder Frankreich spielen.“ Schon gegen die Top-Gegner hatte der DFB arge Probleme, die Heimspielstätten voll zu kriegen. In der Arena auf Schalke blieben am Montag etliche Plätze leer. Gute Stimmung kam selbst beim Zwischenstand von 2:0 gegen den Erzrivalen kaum auf.

Hoffnung auf den Umbruch

Dennoch blickt Matthäus optimistisch in die Zukunft. „Die Spiele gegen Frankreich und Russland haben gezeigt, dass wir eine Menge Optionen haben“, so der TV-Experte. „Ich hoffe, dass Jogi Löw den Umbruch konsequent fortsetzt.“ Wichtig sei, dass der Bundestrainer inzwischen immer öfter auf die Spieler setzt, die beim Confederations Cup 2017 in Russland ihr großes Potenzial für Deutschland unter Beweis gestellt haben. Besonders die Abwehrreihe Mit Matthias Ginter, Antonio Rüdiger und Niklas Süle habe es ihm angetan.

Lob für die Nations League

Derweil lobt Matthäus das Format der erstmals ausgetragenen Nations League ausdrücklich. Der Wettbewerb bringe Spiele hervor, „die es davor, abgesehen von den großen Turnieren, so bisher ganz selten gab“. Dies habe neue Anreize gesetzt, stets mit der Top-Mannschaft aufzulaufen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Zudem sei das Format wichtig für das Selbstvertrauen der kleineren Nationen. Vielen anderen Beobachtern gilt die Nations League hingegen als zu komplizierter Wettbewerb.

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