Borussia Dortmund

Matthäus kritisiert Bayern für vermeintliches Sancho-Versäumnis

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Bei Borussia Dortmund spricht dieser Tage alle Welt von Erling Haaland und Emre Can. Dabei geht beinahe unter, wie herausragend Jadon Sancho sich seit Monaten präsentiert. Der 19-Jährige spielt gerade im Kalenderjahr 2020 auf Weltklasse-Niveau. Lothar Matthäus legte den Engländer bereits dem FC Bayern ans Herz.

Nun kritisiert der Rekordnationalspieler seinen Ex-Verein dafür, dass der Spieler nicht bereits ein Münchner ist. „Bayern hat in den letzten zwei Jahren nicht die glücklichsten Transfers gemacht“, führt er gegenüber Sport Bild aus. „Als Spieler wie Sancho auf dem Markt waren, zumal zu sehr niedrigen Preisen, hätte man zuschlagen können, ja vielleicht sogar müssen.“ Es ist allerdings zu erwähnen, dass Sancho bereits 2017 zum BVB wechselte. Und sich wohl vor allem ob der guten kurzfristigen Aussichten auf Spielzeit den Dortmundern anschloss. Ob ein Transfer zum Rekordmeister für ihn seinerzeit in Frage gekommen wäre, scheint daher fraglich.

„Hätte 15 Minuten gebraucht“

Tatsächlich musste Sport Bild selbst im November 2018 auf Betreiben des FC Bayern einen Bericht richtigstellen, in dem die Behauptung aufgestellt wurde, der Klub habe kein Interesse an Sancho gehabt. Korrekt war demnach, dass Sancho sich schlichtweg für den BVB entschied. Die Kritik von Matthäus ist also inhaltlich nicht gerechtfertigt. Dass der junge Engländer in der Bundesliga inzwischen zu den dominanten Spielern gehört, wundert den TV-Experten übrigens nicht. Schon bei der U17-EM 2017 sei er ihm aufgefallen. „Ich hätte bei Sancho 15 Minuten gebraucht, um ihn zu verpflichten. Sein Talent war sofort zu sehen“, schwärmt Matthäus. Wenn der FC Bayern sein vermeintliches Versäumnis korrigieren will, müsste er dem BVB sicherlich über 100 Millionen Euro bieten.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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