Borussia Dortmund

Matthäus fordert vom BVB: „Aufhören, jeden mit Jürgen Klopp zu vergleichen“

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Der Haussegen bei Borussia Dortmund hängt zur Länderspielpause schief. Nach drei Remis in Serie ist der Vizemeister auf Tabellenplatz acht abgerutscht. Die mediale Trainerdiskussion um Lucien Favre hat längst begonnen. Lothar Matthäus bricht jedoch eine Lanze für den Schweizer.

Dass dessen ruhige Art in der Kritik steht, ist für den TV-Experten schwer nachzuvollziehen. „Man wusste, wie er ist, was er kann und wie er arbeitet“, schreibt der Rekordnationalspieler in einer Kolumne für Skysport.de. „Er ist ein Fußball-Fachmann und ein höchst angesehener Trainer.“ Alle Beteiligten wussten demnach, dass Favre nicht als großer Motivator an der Seitenlinie fungiert und so die Massen mitreißt. „Man muss in Dortmund aufhören, alles und jeden mit Jürgen Klopp zu vergleichen“, so die Forderung von Matthäus.

Kritik an den Führungsspielern

Am aktuellen Negativlauf beim BVB tragen aus seiner Sicht die Spieler die Hauptschuld. Es sei nicht Favre anzukreiden, dass zuletzt zwei Eigentore sicher geglaubte Auswärtssiege spät verhinderten. „Wieso gehen in den letzten Wochen weder Reus, Witsel, Schmelzer oder alle anderen Führungsspieler nicht vorne weg und schaffen es Angriffe ordentlich zu Ende zu spielen und am Schluss kein Tor zu kassieren?“, fragt er rhetorisch. Besonders schlecht kommen dabei aus Sicht von Matthäus bisher die Neuzugänge weg.

Warnung vor sieben Punkten Rückstand auf Platz eins

Mit Ausnahme von Mats Hummels sei es keinem davon gelungen, bisher Top-Niveau abzurufen. Im Sommer hatte Borussia Dortmund noch für die Verpflichtungen von Julian Brandt, Thorgan Hazard und Nico Schulz großes Lob erhalten. Leistungsträger ist noch keiner von ihnen. Insgesamt stehe der BVB nach der Länderspielpause unter großem Zugzwang, warnt Matthäus. „Wenn sie gegen Gladbach verlieren, sind sie sieben Punkte hinter Platz eins. Das kann bei dieser Qualität eigentlich nicht wahr sein.“ In der Pflicht sieht der TV-Experte dabei vor allem die Spieler. Favre müsse hingegen vor allem aufpassen, dass er nicht die Kabine verliert. Spätestens dann dürfte aus einer medialen eine echte Trainerdiskussion werden.

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