1. FC Nürnberg

Mathenia: „Mir ist das zu einfach, alles auf den Trainer zu schieben“

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Selbst bei einer Rettung am Sonntag soll für Jens Keller Schluss sein. Der Chefcoach habe beim 1.FC Nürnberg keine Zukunft, unabhängig vom Ausgang des Saisonfinales der 2. Bundesliga, berichten Medien. Christian Mathenia kann mit derartigem Gerede in der aktuellen Situation naturgemäß wenig anfangen.

„Mir ist das zu einfach, alles auf den Trainer zu schieben. Am Ende des Tages sind wir Spieler diejenigen, die auf dem Platz alles geben müssen, um den Verein in der Liga zu halten“, so der Schlussmann gegenüber der Nürnberger Zeitung. So sei es auch das kollektive Versagen der Mannschaft gewesen, das zum 0:6-Debakel daheim gegen den VfB Stuttgart führte. Daraus entstand die Situation, dass der FCN am Sonntag ein Endspiel hat. Und bei einer Niederlage in Kiel darauf hoffen muss, dass der Karlsruher SC den fränkischen Rivalen SpVgg Greuther Fürth nicht bezwingt. Ansonsten müsste der 1.FC Nürnberg nachsitzen und bis zum 11. Juli um seine Klassenzugehörigkeit bangen.

„Alles, was wir gegen Stuttgart haben vermissen lassen“

„Es bringt nichts, auf die anderen zu schauen. Wir müssen unsere Leistung auf den Platz bringen, alles, was wir gegen Stuttgart haben vermissen lassen“, fordert Mathenia. Dabei müsse der Mannschaft auch bewusst sein, was alles an einem Abstieg in die Drittklassigkeit hängt. „Wir spielen für eine ganze Region und einen riesigen Traditionsverein. Da muss jeder seinen Mann stehen.“ Daraus entsteht freilich auch eine Drucksituation, der der FCN zuletzt nicht immer gewachsen schien. Gewissermaßen sieht Mathenia deshalb einen Vorteil im Umstand der Geisterspiele. „Ich sage es echt ungern, aber in so einer Situation fällt dieser Druck bei einem vollen Stadion natürlich weg.“ Gewöhnen wolle er sich dennoch nicht an den Zustand.

About Lars Pollmann

Lars Pollmann begann sein Autorendasein als englischsprachiger Blogger (Bleacher Report, Yellowwallpod). Seit 2018 zählt er zur Redaktion von fussball.news. Seine Leidenschaft gehört darüber hinaus dem italienischen Fußball (vor allem Inter Mailand) sowie dem Radsport.

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