Bundesliga

Mannschaftsgeist wie bei Ajax und Grillitsch als de Jong: Schreuder erklärt TSG-Höhenflug

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Die TSG Hoffenheim hat sich heimlich, still und leise durch fünf Siege am Stück in die Spitzengruppe der Bundesliga eingereiht. Nach fünf Punkten aus den ersten Sieg Spielen galt Alfred Schreuder noch als potenziell gefährdeter Trainer, nun ist er Erfolgsgarant. Der Nachfolger von Julian Nagelsmann setzt auf Prinzipien, die er aus Amsterdam mitgebracht hat.

Der 47-Jährige war seit Januar 2018 bis Saisonende bei Ajax Assistent von Erik ten Hag. Er war also auch am sensationellen Lauf in der Champions League beteiligt, als die Niederländer Real Madrid und Juventus Turin eliminierten und denkbar knapp am Finaleinzug scheiterten. „Ein wichtiges Puzzleteil für den Erfolg“ sei dabei das Miteinander in der Kabine gewesen, so Schreuder gegenüber Sport Bild. Es ist ihm auch bei der TSG wichtig. „Es geht darum, dass sich jeder in der Gruppe ernst genommen und angesprochen fühlt“, sagt der Ex-Profi.

Grillitsch als de Jong

Andernfalls sei sportlicher Erfolg nicht möglich. Hand in Hand muss es freilich mit der entsprechenden taktischen Arbeit im Team gehen. Die greift zuletzt immer besser, wobei Hoffenheim nicht so dominant spielen kann, wie es Ajax in der Eredivisie regelmäßig gelang. In Ansätzen sind aber Ähnlichkeiten zu erkennen, vor allem in der Bedeutung der Mittelfeldzentrale. Dort macht Florian Grillitsch aktuell den Sprung vom guten zum sehr guten Bundesligaspieler, läuft dabei sozusagen in der Rolle von Frenkie de Jong bei Ajax auf. Der wechselte im Sommer für 75 Millionen Euro zum FC Barcelona.

„Schwer, ihn unter Kontrolle zu bekommen“

Er sei sehr zufrieden mit dem Österreicher, sagt Schreuder. „Er ist ein dominanter Spieler, den die Gegner versuchen zu pressen. Durch sein hohes Tempo ist es aber schwer, ihn unter Kontrolle zu bekommen.“ Der 24-Jährige kam 2017 ablösefrei von Werder Bremen in das Kraichgau. Im Juni verlängert er seinen Vertrag vorzeitig bis 2022. Macht Grillitsch im restlichen Saisonverlauf so weiter wie bisher, könnten im Sommer aber dickere Fische um ihn kreisen. Bei der TSG Hoffenheim sind sie das aus den Vorjahren ja schon gewohnt. Und auch Schreuder hat bei Ajax gelernt, dass Teams ihre besten Spieler bisweilen ersetzen müssen.

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