Bundesliga

Mainz-Chef Schröder erklärt seine Philosophie: „Nach und nach greifen die Rädchen“

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Mainz 05 kann mit seinem Start in die Bundesliga-Saison zufrieden sein. Als Tabellenachter mit neun Punkten aus sieben Spielen geht der Klub ohne jede Unruhe in die Länderspielpause. Sportchef Rouven Schröder darf sich für seine mutige Transferpolitik im Sommer bestätigt fühlen.

30 Millionen Euro nahmen die Rheinhessen für sieben externe Neuzugänge in die Hand. Durchschnittsalter: Nicht einmal 22 Jahre. „Wir haben den Kader umgestaltet und nach und nach greifen die Rädchen“, so der 42-Jährige gegenüber dem kicker. „Wir wollen die nächsten Schritte gehen und guten Fußball bieten“, formuliert Schröder Ziele, die sich nicht zwingend an Tabellenständen ablesen lassen. In der vergangenen Saison hatte sich Mainz erst spät vor der Relegation oder gar dem direkten Abstieg gerettet.

„Es ist ein harter Markt“

Die Umbauarbeiten im Kader waren derweil vor allem deshalb nötig und überhaupt möglich, weil die Nullfünfer große Einnahmen erzielten. Abdou Diallo (zu Borussia Dortmund), Yoshinori Muto (Newcastle United) und Suat Serdar (Schalke 04) spielten alleine Ablösen von annähernd 50 Millionen Euro ein. Dieser Geldsegen war freilich auch den Verhandlungspartnern von Schröder bekannt. „Dass die Spieler in jungen Jahren mit Top-Potenzial mehr kosten, haben wir jetzt auch gespürt. Wir sind auch nicht mehr die kleinen Mainzer, die um die Ecke kommen und sagen ‚am besten preisgünstig‘. Es ist ein harter Markt, auf dem wir uns bewegen.“

Mainz bleibt Ausbildungsverein

Bisher sei der Verein sehr zufrieden mit den Neuzugängen, so Schröder. Zu denen zählt er auch drei Spieler der U19, die den Sprung in den Profikader geschafft haben. „Wir sind bereit, die Jungs rein zu schmeißen“, betonte der Ex-Profi, dass sich Mainz weiterhin als Ausbildungsverein versteht. „Es ist klar, dass die nicht konstant auf dem höchsten Level spielen werden. Das müssen und werden wir aushalten und begleiten.“ Bislang sind allerdings große Ausreißer nach unten ausgeblieben. Zum Beispiel stellt die Mannschaft mit nur vier Gegentreffern die mit Abstand beste Defensive der Liga. Hertha BSC als Team mit den zweitwenigsten Gegentoren hat schon sieben kassiert.

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