Bundesliga

„Macht einen wichtigen Job“: Hitzfeld stützt Salihamidzic

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Der FC Bayern befindet sich nach dem Remis gegen den SC Freiburg wieder in einer Art Krisen-Modus. Bei einer Niederlage im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund am Samstag droht das Fass über zu laufen. Auch Sportchef Hasan Salihamidzic steht in der Kritik. Ottmar Hitzfeld nimmt ihn in Schutz.

„Er macht einen wichtigen Job, weil er Verbindungsglied zwischen Mannschaft und Führung ist“, so der ehemalige Meistertrainer der Münchner im Interview mit Sport Bild. „Er ist hautnah beim Team und bei Niko Kovac, spielt sich aber nicht in den Vordergrund.“ Er prophezeit dem Bosnier eine gute Karriere in verantwortlicher Position. Die sieht Hitzfeld nicht durch die denkwürdige Pressekonferenz der Bosse im Oktober beschädigt. Es sei gut gewesen, dass Salihamidzic im Gegensatz zu Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge einen geringen Redeanteil gehabt habe.

„Besser, er wäre nicht dabei gewesen“

„Er hat sich gut verhalten, weil er ruhig geblieben ist“, so Hitzfeld. „Er hat besonnen agiert.“ Der Ex-Profi sei in einer schwierigen Situation gewesen, da er entweder die Mannschaft oder seine Chefs hätte kritisieren müssen. „Es wäre für ihn sicher angenehmer und besser gewesen, wenn er nicht dabei gewesen wäre“, gibt Hitzfeld zu. Die Pressekonferenz hält der mehrfache Champions-League-Sieger für ein „sehr unterhaltsames“ und „einmaliges Erlebnis“.

Bayern weiter Titel-Favorit

Hitzfeld betrachtet die Pressekonferenz außerdem als Ablenkungsmanöver. „Wenn die Bayern zurück auf den ersten Platz kommen und am Ende Titel holen, interessiert sie nicht mehr.“ Allerdings traut Hitzfeld seinem anderen Ex-Verein Borussia Dortmund zu, den Seriensieger als Meister abzulösen. Die Frage sei, wie der BVB mit einem möglichen Status als Titelfavorit zurecht kommen würde. Der 69-Jährige betrachtet Bayern weiterhin als ersten Anwärter auf die Meisterschale. Hitzfeld kennt die Beteiligten bei den Münchnern bestens: Salihamidzic spielte zwischen 1998 und 2004, sowie in der Saison 2006/07 unter ihm. Auch Trainer Niko Kovac absolvierte 51 Pflichtspiele in seinen Teams. Den Kroaten bezeichnet er heute als seinen Freund.

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