1. FC Köln

Lottner erklärt seine Verbundenheit zum 1.FC Köln – und das Pokalduell zur Nebensache

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Es gibt wohl wenige derart überstrapazierte sprachliche Wendungen im Fußball wie jenes, das ein Wiedersehen mit dem Ex-Klub als ‚ganz besonderes Spiel‘ bezeichnet. Allerdings gibt es doch auch Fälle, in denen es eine zutreffende Beschreibung liefert. So auch für Dirk Lottner beim DFB-Pokalspiel zwischen dem 1.FC Saarbrücken und dem 1.FC Köln.

174 Pflichtspiele in sieben Jahren bei den Geißböcken haben beim Trainer des Regionalligisten natürlich ihre Spuren hinterlassen. Das gleiche kann der Ex-Profi aber auch von sich behaupten. Beim Bundesliga-Aufsteiger gibt es viele Fans, die Lottner noch heute als einen ihrer Lieblingsspieler sehen. „Es ist ein Sinnbild dessen, dass man hier in der Vergangenheit viele Dinge richtig gemacht hat“, so der 47-Jährige gegenüber dem TV-Sender RTL. „Ich glaube, man verbindet mir mir die Verbundenheit zum Verein und der Stadt, aber auch die klaren Worte, die ich zwischendurch gefällt habe.“

Aufstieg wichtiger als Pokal

Mit nicht ganz so klaren Worten, sondern eher durch die Blume, erklärt Lottner dabei auch das Pokalspiel am heutigen Dienstagabend eher zur Nebensache. Auch wenn er sich auf die Partie freue „wie kein anderer im Verein“, habe „der Aufstieg in die 3. Liga für uns oberste Priorität“. Insofern kommt das eigentliche Traumlos gar zur Unzeit. Schließlich geht es für den Spitzenreiter der Regionalliga Südwest am Samstag zum ärgsten Verfolger SV Elversberg. Dennoch träumen Lottner und Co. natürlich von der Sensation. Dass die möglich sei, habe Saarbrücken bereits in der 1. Runde bewiesen.

Chance auf die Sensation?

„Da haben wir Jahn Regensburg verdient geschlagen“, erinnert Lottner. Von den Bayern war Trainer Achim Beierlorzer im Sommer zum 1.FC Köln gewechselt. Gegen sein Team müsse Saarbrücken selbst einen „Sahnetag“ haben, zudem dürfe bei den Geißböcken nicht viel zusammen gehen. „Aber du startest bei 0:0, und damit bist du zumindest im Elfmeterschießen, wenn du das halten kannst“, so Lottner. Damit vermied er eine der wenigen Wendungen, die noch ausgelutschter sind als das ‚ganz besondere Spiel‘. Von den ‚eigenen Gesetzen des Pokals‘ spricht er jedenfalls nicht.

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