Nationalmannschaft

Löw: „Wir müssen schneller werden, vor allem im Kopf“

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Im ersten Länderspiel der neuen Spielzeit trifft die Nationalmannschaft am Freitagabend in der EM-Qualifikation auf die Niederlande. Die DFB-Auswahl will den positiven Trend der vergangenen Monate bestätigen. Joachim Löw wähnt das Team auf einem guten Weg, sieht den Entwicklungsprozess aber beileibe nicht abgeschlossen.

„Bei der Nationalmannschaft herrscht wieder große Aufbruchstimmung, ich spüre Begeisterung und einen total positiven Spirit“, lobt der Bundestrainer gegenüber der DFB-Homepage. „Wir stehen zwar noch am Anfang, aber wir haben mit großer Überzeugung einen neuen Weg eingeschlagen.“ Im Rahmen dessen sei die Mannschaft aber noch in einer Findungsphase. Es fehle besonders im Vergleich zu eingespielten Mannschaften noch an „Stabilität und Widerstandsfähigkeit“, wie Löw beispielhaft erwähnt. Auf diesem Reifeprozess stehe noch viel Arbeit an, sowohl individuell, als auch als Mannschaft.

Dauerhaft kein Erfolg mit destruktivem Ansatz

Das Spiel der DFB-Auswahl soll dabei nach seinem Wunsch vor allem variabler werden. „Wir müssen schneller werden, vor allem im Kopf“, sagt Löw. „Mit Blick auf die richtige Balance müssen wir wissen, wann wir auch mal runterschalten, das Spiel beruhigen müssen.“ Ausgangspunkt für die taktischen Überlegungen bleibe die Vorstellung, im Ballbesitz dominant zu sein. Angesichts der Qualität des eigenen Personals hält der Weltmeistertrainer von 2014 alles andere für nicht zielführend. „Wer sein Heil nur in der Defensive sucht, wer sich auf Verwalten und Verteidigen verlegt, der wird keinen dauerhaften Erfolg haben können“, bleibt er überzeugt.

Begeistert von der Königsklasse

Gerade nach der Weltmeisterschaft in Russland gab es viele Kommentare, die den Tod des Ballbesitzfußballs feststellen wollten. Für Löw ist es zu kurz gedacht. Allerdings dürfe Ballbesitz „kein Selbstzweck sein“. Seine Ansicht, dass Dominanz und Offensivgeist immer noch ihren Wert haben, nährte derweil die Vorschlussrunde in der Champions League. „Jede der vier Mannschaften wollte in erster Linie Tore erzielen“, schwärmt Löw. „Es war sagenhaft, wie Liverpool, Tottenham, Barca und Ajax sich präsentiert haben.“ Spätestens bei der pan-europäischen EM im kommenden Jahr soll auch die DFB-Elf für Furore sorgen.

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