Bundesliga

Löw: „Was aus München kommt, spielt für mich persönlich keine Rolle“

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In den vergangenen Wochen machte Bayern-Präsident Uli Hoeneß mit provokanten Aussagen zum Torhüterduell in der Nationalmannschaft zwischen Bayerns Manuel Neuer und Barcelonas Marc-Andre ter Stegen Schlagzeilen. Nun meldete sich Bundestrainer Joachim Löw zu Wort, der sich von den bayrischen Scharmützeln unbeeindruckt zeigte.

Uli Hoeneß forderte in den vergangenen Wochen vehement eine klare Hierarchie in der Torhüterrangfolge der Nationalmannschaft ein. Bayerns Torhüter Manuel Neuer solle dabei den Vorzug vor Marc-Andre ter Stegen, Schlussmann des FC Barcelona, erhalten. Etwaige Forderungen ter Stegens wies der Präsident des FC Bayern seiner Zeit zurück. „Ich finde es unmöglich, dass man so ein Thema in die Öffentlichkeit bringt. Er hat überhaupt keinen Anspruch, dort zu spielen“, so Hoeneß. Und der Bayern-Boss legte nach. Man werde sich nicht gefallen lassen, dass Manuel Neuers Ruf beschädigt werde. Und infolgedessen legte er sich auch auf sportlicher Ebene fest: „Ter Stegen ist ein sehr guter Torwart, doch Manuel Neuer ist doch viel besser und viel erfahrener. Da gibt es doch gar keine Diskussionen für irgendjemanden auf der Welt, dass Manuel Neuer im Tor steht“, erklärte Hoeneß. Eine Debatte, die in der Folge eine ganze Fußballnation spaltete.

Löw sieht kein Problem in der Torhüterdebatte

Vor dem Testspiel Deutschland – Argentinien am Mittwoch (20:45 Uhr), bei dem Marc-Andre ter Stegen das Tor der Nationalelf hüten wird, äußerte sich auch Bundestrainer Joachim Löw zur Torhüterdebatte. „Was aus München kommt, spielt für mich persönlich keine Rolle. Da beschäftige ich mich nicht mit“, so Löw unbeeindruckt. Sein Verhältnis zu Manuel Neuer sei durch die Debatte nicht belastet. Ebenso wenig wie das Verhältnis der beiden Torhüter, die im Konkurrenzkampf stehen: „Ich weiß, dass die Diskussionen in der Öffentlichkeit geführt werden. Aber für mich ist das das kleinste Problem. Das ist überhaupt keine Baustelle. Die Situation ist klar. Marc wird seine Spiele bekommen“, legte sich Löw fest und positionierte sich so auch klar gegenüber dem FC Bayern und Uli Hoeneß.

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