Nationalmannschaft

Löw über das Jahr 2018: „Es gab eine richtige Ohrfeige für uns!“

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Für die Nationalmannschaft berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Das Jahr 2018 verlief rundum enttäuschend für die Nationalmannschaft: Aus bei der Weltmeisterschaft und Abstieg aus der Nations League. Bundestrainer Joachim Löw zeigte sich zwar enttäuscht, blickte aber mit Vorfreude auf die kommenden Jahre voraus.

Joachim Löw ging tief in sich, als er am Sonntag in Gelsenkirchen nach seinem Fazit zum Jahr 2018 befragt wurde: „Es war ein schwieriges Jahr, mit einigen Enttäuschungen.“ Er würde gerne das eine oder andere Länderspiel jetzt noch mehr haben, was „natürlich nicht geht.“ Das Nationalteam sei in den vergangenen zehn Jahren erfolgreich und am konstantesten gewesen. „Jetzt gab es aber eine richtige Ohrfeige“, gab der Coach zu.

Erholung nach „Ohrfeige“

Löw selbst musst lernen mit dieser Situation umzugehen. Die Kritik nach dem historischen Aus bei der Weltmeisterschaft in der Vorrunde wurde von Medien vergleichsweise ruhig und fair begleitet, die Chance für einen Neuaufbau eingeräumt. „Wichtig ist, dass wir aus diesem Jahr die richtigen Lehren ziehen“, nahm sich 58-Jährige in die Pflicht.

Richtige Schlüsse ziehen

Bereits seit mehreren Wochen sei das Trainerteam, in engster Abstimmung mit U21-Coach Stefan Kuntz, dabei, die Weichen für eine erneute Erfolgsserie zu stellen. Es sei, so Löw rückblickend, ganz normal, „das wir nach Jahren, wo es immer nur bergauf ging, auch mal ein schwaches Jahr erleben.“ Dies hätten auch andere große Nationen so erlebt. Er zählte auf, dass Brasilien (als letztes südamerikanisches Team 2002 erfolgreich), Argentinien (1986) oder England (1966) schon lange auf den Gewinn der WM warten.

Talente werden in ein Tal rutschen

„Es läuft nicht immer so, dass man einfach 10 oder 20 Jahre im Topbereich arbeiten kann“, merkte Löw an. Er blickt allerdings optimistisch auf das nächste Jahr: „Die Mannschaft hat gute Perspektiven. Aber die jungen Spieler müssen noch reifen.“ Er mahnte: „Sie haben viel Talent, aber auch sie werden noch eine Talsohle durchschreiten müssen.“

Projekt EM 2020

Im Blick hat der Bundestrainer die Europameisterschaft 2020. Bis dahin will er wieder ein Topteams – und somit einen Titelfavoriten – zusammengestellt haben. Der Umbruch wird aktuell vollzogen, gegen die Niederlande soll, obwohl der Abstieg aus der Nations League feststeht, ein Sieg gegen die Niederlande gefeiert werden: „Wir haben das Ziel formuliert, dass wir uns mit zwei guten Leistungen verabschieden und den Fans zeigen wollen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden.“

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