Nationalmannschaft

Löw: Özil-Comeback „überhaupt kein Thema“

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Es war das bestimmende Thema des Sommers: Mesut Özil hat mit seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft hohe Wellen geschlagen. Dabei ging unter, dass sich der Mittelfeldmann eine mögliche Rückkehr offen ließ. Bundestrainer Joachim Löw sieht diese Gelegenheit nicht.

„Ein Comeback ist überhaupt kein Thema“, sagte der 58-Jährige gegenüber Sport Bild. Der Spielmacher des FC Arsenal hatte in seiner Rücktrittserklärung geschrieben, er werde nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft spielen. Allerdings nur so lange „wie ich dieses Gefühl von Rassismus und Respektlosigkeit verspüre“. In Folge der sogenannten Erdogan-Affäre hatte sich der türkisch-stämmige Nationalspieler seitens des Verbandes zu wenig geschützt und von Teilen der Öffentlichkeit rassistisch behandelt gefühlt. Dennoch sah der Weltmeister von 2014 theoretisch durchaus einen Weg zurück in das DFB-Team. Beispielsweise in Folge eines Rücktritts von Reinhard Grindel, wie man vermuten kann. Den DFB-Präsidenten hatte Özil persönlich scharf attackiert. Für Löw ist die Sache jedoch eindeutig.

Deshalb ist Löw so enttäuscht

„Mesut Özil hat aus meiner Sicht klar seinen Rücktritt erklärt und die Tür damit selbst zugemacht“, sagte er dem Magazin. Der Bundestrainer hatte bei seiner WM-Analyse in der vergangenen Woche durchblicken lassen, wie enttäuscht er über das Vorgehen seines früheren Musterschülers ist. Vor allem die Tatsache, dass der seinen Rücktritt nie mit ihm abgesprochen hat, nagt wohl an Löw. Freilich ist wohl auch aus Özils Sicht ein Comeback aktuell kein Thema. Schließlich hat der DFB die angegebenen Rücktrittsgründe weitgehend abgetan und nicht etwa zum Anlass für eine aus Sicht des Arsenal-Mannes dringend nötige Introspektive genutzt. Dennoch zeigen die Aussagen des Bundestrainers: Das Tischtuch zwischen Özil und Löw ist zerschnitten.

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