2. Bundesliga

Lieberknecht will zur Heimpremiere mutigen MSV sehen – St. Pauli hat „Bock auf mehr“

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Zum Abschluss des 10. Spieltags der 2. Bundesliga empfängt am Montagabend (20:30 Uhr) der MSV Duisburg den FC St. Pauli. Zebra-Trainer Torsten Lieberknecht feiert mit dem aktuellen Tabellen-17. seine Heimpremiere. Die Gäste aus Hamburg könnten zu Greuther Fürth auf Platz zwei aufschließen. Die Vorschau von fussball.news.

In seinem ersten Spiel als Cheftrainer der Meidericher gelang Lieberknecht die Sensation. Das 2:1 bei Tabellenführer 1.FC Köln vor der Länderspielpause hat Duisburg nach katastrophalem Saisonstart die Hoffnung zurück gegeben. „Was mich freut: Alle hier sind mit dem Sieg nüchtern umgegangen“, so der 45-Jährige vor der Partie gegen die Kiezkicker dennoch. „Keiner schwebt auf Wolke sieben, denn dann kann ich auch mal zum Vulkan werden!“ Schließlich sei mit fünf Punkten nach neun Spieltagen die Lage weiter ernst.

St. Pauli „ist schon eine Hausnummer“

Über das mehr an Selbstbewusstsein wird sich Lieberknecht trotzdem kaum beklagen. Der Oberbegriff für die Partie gegen St. Pauli soll Mut heißen. „Das ist schon eine Hausnummer, aber ich sehe uns durchaus in der Lage, da auf Augenhöhe mitzuspielen.“ Die Gäste erwartet er eher abwartend und auf Konter spielend. Wichtig für den MSV wird daher sein, die Kontrolle im eigenen Offensivspiel nicht zu verlieren. Personell wird der langjährige Braunschweiger um wenigstens einen Wechsel nicht umhin kommen.

Sukuta-Pasu für Gyau?

Joseph Gyau fällt mit einer Fußentzündung aus. Der pfeilschnelle Flügelspieler überzeugte gegen den Effzeh als Teil einer Doppelspitze. Seinen Platz könnte Richard Sukuta-Pasu einnehmen, der trotz seines bulligen Körpers einen guten Antritt hat. Seine Kopfballstärke brächte zudem eine neue Dimension mit sich. Auf Seiten der Gäste könnte Trainer Markus Kauczinski auf seine siegreiche Elf aus dem Spiel gegen den SV Sandhausen vor der Länderspielpause setzen. Über die Länderspielpause sind keine neuen Verletzungen hinzugekommen. Damit bliebe für die Angreifer Sami Allagui und Henk Veerman erneut die Joker-Rolle.

St. Pauli hat „Bock und Lust auf mehr“

Die letzten drei Siege gegen den FC Ingolstadt, SC Paderborn und den SVS gelangen dank später Tore. Insofern mag sich Kauczinski denken: Never change a winning system. Der gebürtige Gelsenkirchener trat während der Länderspielpause gleichwohl auf die Bremse. Seine Mannschaft sei kein „Spitzenteam“, so der 48-Jährige. Dennoch soll in Duisburg ein Angriff auf die Aufstiegsplätze erfolgen. „Wir alle haben Bock und Lust auf mehr“, zitiert der kicker den Cheftrainer.

Kauczinski arbeitet am Ballbesitz

Kauczinski zeigte sich vor der Partie beim MSV zufrieden mit der Arbeit auf dem Trainingsplatz in der spielfreien Zeit. „Wir haben an unserem Spiel bei Ballbesitz gearbeitet, weil wir natürlich gemerkt haben, dass wir da wieder stärker werden müssen.“ Auch wenn die fußballerische Komponente im Vordergrund gestanden haben mag, kündigte er an, die Boys in Brown wollen sich „da festbeißen, wo wir jetzt sind“. Das ist aktuell Platz sechs, nur vier Punkte hinter Spitzenreiter Köln. Der 48-Jährige feierte seinerseits im Dezember 2017 gegen die Zebras sein Debüt auf der Hamburger Bank. In Unterzahl verschenkte St. Pauli damals einen Sieg bei seiner Heimpremiere (Endstand 2:2).

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