Bundesliga

Lenz verrät: Einwechslung 2009 war keine Demütigung für Bayern

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Den 4. April 2009 werden Fans des VfL Wolfsburg und FC Bayern München so schnell wohl nicht mehr vergessen. Die Niedersachsen siegten im Spitzenspiel 5:1 – und legten so den Grundstein für den sensationellen Meistertitel. Vor allem die Einwechslung von Andre Lenz kurz vor dem Ende der Partie blieb in Erinnerung.

89 Minuten waren gespielt in der ausverkauften Arena des VfL Wolfsburg. Grafite hatte gerade sein „Jahrhunderttor“ mit Sololauf und anschließendem Hackentor erzielt, der FC Bayern München war geschlagen. Plötzlich stand der damalige Ersatztorwart Andre Lenz an der Seitenauslinie und kam für Stammkeeper Diego Benaglio in die Partie. Die endgültige Demütigung für die Münchener, die Wolfsburg-Trainer Felix Magath zu Beginn der Rückrunde 2007 entlassen hatten?

Magath hielt Wort

„Das war so nicht gedacht“, sagte Lenz im Gespräch mit dem kicker. Magath habe ihm schon weit vorher versprochen: „Andre, wenn sich mal die Gelegenheit ergibt, bringe ich dich mal wieder ins Spiel.“ Wer hätte denn, so der inzwischen 44-Jährige weiter, ahnen können, „dass wir ausgerechnet gegen die Bayern mit 5:1 führen? Es sollte eine Anerkennung meiner Leistung sein.“

Überraschung für Lenz

Lenz selbst sei überrrascht gewesen, als der Coach ihm zurief: „Andre, zieh dir deine Handschuhe an!“ Bis heute schwärmt der Torhüter von Magath: „Wir funken einfach auf eine Wellenlänge, denken in Sachen Fußball ähnlich.“ Anschließend folgte er ihm als Torwarttrainer nach England zum FC Fulham und nach China zu Shandong Luneng. Heute lebt Lenz mit seiner Familie in Kuba.

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