Bundesliga

Lemke: Hoeneß leider wieder der alte

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Der FC Bayern hat sich seinen Frust am Dienstagabend mit einem 5:1 gegen Benfica in der Champions League von der Seele geschossen. Die Lage beim Rekordmeister bleibt aber angespannt. Tabellenplatz fünf in der Bundesliga sorgt nicht zuletzt bei Uli Hoeneß für schlechte Laune. Willi Lemke kommentiert.

„Uli Hoeneß ist wieder ganz der alte, nicht nur rein körperlich, auch was seine Sprüche betrifft“, so der langjährige Widersacher des Bayern-Präsidenten gegenüber Sport Bild. Der 72-Jährige habe den Chef der Münchner vor zwei Jahren auf eine neue Weise kennengelernt. Nach seiner Haftstrafe habe Hoeneß Demut entwickelt und, früher unvorstellbar, mit Lemke Brüderschaft getrunken. „Doch zuletzt kam wieder der alte Uli Hoeneß durch. Er forderte Respekt ein, aber teilte selbst richtig aus.“

„Erschrocken“ über „skurrile“ Pressekonferenz

Damit spielt der ehemalige Manager von Werder Bremen unter anderem auf die legendäre Pressekonferenz der Bayern im Oktober an. Lemke empfand sie als „skurril“. „Ich war erschrocken. Ich denke, sie lagen mit der Art und Weise voll daneben und würden es heute nicht mehr machen.“ Alle Beteiligten im Fußball seien von den unabhängigen Medien abhängig. Die Münchner verhielten sich aber, so Lemke, ihnen gegenüber „unmöglich“. Der ehemalige Politiker hat eine simple Erklärung für die schlechte Figur, die der Rekordmeister derzeit teilweise abgibt: „Sie kennen es nicht, im Misserfolg zu leben!“ Diesen hält er gleichwohl für eine Momentaufnahme. Das wirtschaftliche Fundament gebe dem Klub weiterhin einen großen Vorsprung auf den Rest der Bundesliga.

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