Borussia Dortmund

Leihe mit drei Jahren Anlauf: So scoutete der BVB Hakimi

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Borussia Dortmund hat in der Champions League alle Chancen auf das Erreichen der K.o.-Phase. Dies ist niemandem mehr zu verdanken als Achraf Hakimi, der vier der fünf BVB-Tore in der Gruppenphase erzielt hat. Der Marokkaner verbringt aktuell sein zweites Jahr auf Leihbasis im Ruhrgebiet.

Den Deal mit Real Madrid fädelten die Schwarzgelben nach einem intensiven Scouting-Prozess ein. Drei Jahre beobachtete der Klub den pfeilschnellen Flügelspieler, berichtet das Internetportal Bleacher Report. Chefscout Markus Pilawa habe darauf gepocht, den Spieler im Auge zu behalten. Dabei gab es wohl in seinem Staff gewisse Vorbehalte wegen defensiver Anfälligkeiten von Hakimi. Dennoch investierte der Klub immer wieder Zeit und Ressourcen in die Personalie.

Früher Kontakt zum Berater

Man begutachtete den marokkanischen Nationalspieler im Nachwuchs und der zweiten Mannschaft von Real Madrid, ehe er seine ersten Schritte im Star-Ensemble der Königlichen machte. Regelmäßig habe es Kontakt zu seinem Berater gegeben, den der BVB bat, den Klub stets im Bilde zu halten. So wusste Dortmund früh genug, dass es die Möglichkeit geben würde, den beidseitig einsetzbaren Außenverteidiger mit Offensivdrang zu verpflichten. Letztlich bezog die sportliche Leitung dabei auch Lucien Favre ein. Nach dessen Verpflichtung als Cheftrainer im Sommer 2018 haben Pilawa und der Schweizer Hakimi bei einem Vorbereitungsspiel auf die Weltmeisterschaft in Genf beobachtet.

„Hat uns einige Punkte gekostet“

Dabei habe das Duo sozusagen live eine Pro- und Kontra-Liste erstellt. Der Rest ist Geschichte, Hakimi unterschrieb nach der WM seinen auf zwei Jahre befristeten Kontrakt. Dabei ist es nicht so, als erlebte er ein ständiges Hoch bei Borussia Dortmund. „Letzte Saison gab es drei oder vier Spiele, in denen er grobe Fehler gemacht und uns so einige Punkte gekostet hat“, berichtet Pilawa gegenüber dem Portal. „Wenn man junge Spieler holt, sind ihre Fähigkeiten noch nicht überall ausgereift.“ Es sei eine Abwägung von Risiko und Chancen vonnöten. Sollten die Tore von Hakimi den BVB ins Achtelfinale der Königsklasse katapultieren, hat der Ertrag die Risiken spätestens im Dezember übertroffen.

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