2. Bundesliga

Lasogga: HSV-Abschied „hat schon wehgetan“

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Pierre-Michel Lasogga verdient seit Saisonbeginn sein Geld bei Al Arabi in Katar. Der 28-jährige Stürmer erhielt zuvor beim Hamburger SV keinen neuen Vertrag. Einen richtigen Abschied gewährten ihm die Hanseaten nicht. Es versetzte ihm schon einen kleinen Stich.

„Aufgrund der Tatsache, dass wir leider den Aufstieg verpasst haben, sind einige Abschiede sehr kurz und leider nicht so emotional ausgefallen, wie sie hätten sein sollen“, so der Gladbecker gegenüber Sport Bild. Das bezieht er nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf Lewis Holtby. Beide hätten sie mit dem Verein viel durchgemacht und deswegen „eine kleine Verabschiedung, zusammen mit den Fans in angemessener Runde“, verdient. Immerhin hatte Lasogga 138 Pflichtspiele für den HSV absolviert, dabei 49 Tore geschossen. 2014 war es sein Tor in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth, das den damaligen Dino in der Bundesliga hielt.

„Held und eine Woche später Depp“

„Meine Wunschvorstellung von einem Abschied ist leider nicht eingetroffen, das hat schon wehgetan“, fasst Lasogga zusammen. Insgesamt sei er beim HSV zwar sehr glücklich gewesen, dennoch hatte das Dasein bei den Rothosen auch Schattenseiten. „Wenn ich die Tore geschossen habe, war ich der Held. Eine Woche später der Depp“, beschreibt der Angreifer die Sprunghaftigkeit des Umfelds. Als Profi des Hamburger SV, so Lasogga, brauche man zwingend ein dickes Fell. Der einst als künftiger Nationalspieler gehandelte Angreifer stellt sich durchaus die berühmte Frage des ‚was wäre, wenn …?‘.

Was wäre, wenn … ?

„Vielleicht hätte meine Karriere einen anderen Verlauf genommen, wenn ich bei einem Topklub gespielt hätte, bei dem nicht so viel Unruhe herrschte“, mutmaßt Lasogga. „Aber ich habe aus dem Talent, das in mir steckt, so viel wie möglich gemacht.“ Schließlich sei er nicht der begabteste Jungstürmer gewesen, sondern habe sich vor allem mit Einstellung und Wille bis in die Bundesliga gekämpft. „Wenn es nur nach Talent gegangen wäre, hätte ich es nie geschafft“, gibt er unumwunden zu.

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