3. Liga

Lacazette muss bei 1860 erneut zum Rapport

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1860 München hat am vergangenen Spieltag der 3. Liga ein 0:0 bei Aufstiegsmitfavorit Preußen Münster erzielt. Trotz des guten Ergebnisses gab es bei den Löwen unter der Woche Redebedarf. Mittelfeldmann Romuald Lacazette musste erneut zum Rapport.

Trainer Daniel Bierofka musste den 24-Jährigen in Münster zum zweiten Mal in Serie auch wegen akuter Gelb-Rot-Gefahr vom Platz nehmen. Gegen die Preußen hatte die Leihgabe von Darmstadt 98 bereits nach zehn Minuten großes Glück, dass ein brutales Foul an Jannik Borgmann nur mit einer Gelben Karte geahndet wurde. „Nach einer solchen Aktion kannst du nicht zur Tagesordnung übergehen“, zitiert der kicker Sportchef Günther Gorenzel. „Das würde auch die Mannschaft nicht verstehen.“ Bereits nach dem 2:2 gegen die SG Sonnenhof-Großaspach habe der Verein versucht, auf Lacazette einzuwirken.

„Es gibt für alles eine Grenze“

Bierofka hatte den gebürtigen Pariser da bereits zur Halbzeitpause vom Feld genommen. „Er hat einiges zu hören bekommen“, so Gorenzel. „Und diese Woche wird er wieder was zu hören bekommen.“ Der Rückkehrer müsse begreifen, dass seine harte Gangart „nicht nur den Gegner und sich selbst gefährdet, sondern auch unsere gesamte Mannschaft, unseren Verein“. Es gehe für Lacazette darum, die richtige Balance zu finden. Aggressivität ist weiterhin erwünscht, aber er muss sie mit mehr Vernunft unterfüttern. „Er führt harte Zweikämpfe, erkämpft viele Bälle, aber es gibt für alles eine Grenze.“ Der Cousin von FC-Arsenal-Star Alexandre Lacazette spielte bereits von 2015 bis 2017 bei den Giesingern. Nach dem Absturz in die Regionalliga schloss er sich Darmstadt an. Bei den Lilien setzte er sich aber nicht entscheidend durch.

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