Bundesliga

Kovac: „Leisten uns zu viele Fehler“

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Der FC Bayern München hat gegen Borussia Mönchengladbach (0:3) eine herbe Niederlage einstecken müssen. Die Art und Weise, wie das Team von Trainer Niko Kovac aufgetreten ist, war besorgniserregend. Der Kroate suchte nach Spielschluss keine Ausreden.

Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte vor der Partie gegen Gladbach bei Sky noch Rede und Antwort gestanden und sich dazu geäußert, was in der Partie gegen Gladbach besser laufen müsse: „Das ganze Team muss mitmachen, aggressiv sein, in die Zweikämpfe kommen, die Seiten verlagen und in die Box kommen.“ Die Diskussionen über die Rotation müssten aus den Köpfen, „wir müssen wieder Fußball spielen.“

Frühjahr 2017 sogar fünf Niederlagen am Stück

Das Team setzte in den rund 95 Minuten gegen Gladbach nichts davon um. Selten zuvor wirkte der FC Bayern so hilflos, wobei vier Pflichtspiele ohne Sieg keine komplett ungewohnte Bilanz darstellen. Im Frühjahr 2017 unter Ex-Trainer Carlo Ancelotti blieb das Team gar fünfmal hintereinander sieglos und verpasste dadurch den Einzug ins Champions-League-Halbfinale und DFB-Pokal-Finale.

Gravierende Fehlerliste gegen Gladbach

Allerdings: Damals gab es diverse Gründe – fehlendes Matchglück, Verletzungspech oder einen überragenden Gegner – für die Niederlagen. Gegen Gladbach hingegen fehlte es an den entscheidenden Elementen, um die Partie gewinnen zu können: Individuelle Fehler, Zweikampfschwäche in den entscheidenden Situationen, keinerlei Gefahr im gegnerischen Strafraum, schwach Flanken – die Fehlerliste lässt sich weiter fortführen.

Kovac mit ehrlichen Worten

„Wir haben heute ordentlich angefangen, dann aber bringt uns das 0:1 und das 0:2 wieder komplett aus dem Rhythmus. Wir leisten uns einfach zurzeit viele, zu viele Fehler im eigenen Spiel. Das eine ergibt dann das andere, so kommt unter dem Strich solch ein Ergebnis heraus“, erklärte Kovac nach Spielende. Die Analyse drückte seine Ernüchterung aus: „Wir bekommen es nur aktuell nicht gemeinsam auf den Platz, wir agieren nicht zusammen, wir finden keine Lösung. Drei Schüsse aufs Tor sind sicherlich zu wenig, obwohl der Gegner tief steht und die Räume engmacht. Das alles zu ändern, ist nun meine Aufgabe – und der werde ich mir während und nach der Länderspielpause stellen.“

Zukunft des Kroaten offen?

Dabei wird der Trainer allerdings auf einige Akteure verzichten müssen: „Schade natürlich, dass viele der Spieler ab Sonntag schon wieder auf dem Weg zu ihren Nationalmannschaften sind.“ Möglicherweise könnten die Abstellungen positive Auswirkung haben: „Das kann aber auch positiv wirken, da kann man den Kopf freibekommen.“ Wie es um seine Zukunft bestellt ist, ließ Kovac offen: „Ich kenne die Mechanismen im Fußball und in der Bundesliga. Und ich weiß, dass die Zeit bei Bayern München anders läuft. Ich gehe aber weiterhin davon aus, dass ich die Unterstützung vom Klub habe. Die hatte ich ja auch nach den ersten Spielen.“

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