Bundesliga

Kostic: Neu erfunden auf ungewohnter Position

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Filip Kostic hat sich bei Eintracht Frankfurt nach wackeligem Start unentbehrlich gemacht und ist die erhoffte Verstärkung geworden. Der Serbe überrascht dabei auf für ihn ungewohnter Position.

Als sich die Frankfurter Eintracht im Sommer noch auf die neue Saison vorbereitete und an eine zuletzt geglückte Serie mit 31 Punkten in elf Pflichtspielen nicht zu denken war, wurde über die Positionierung von Filip Kostic spekuliert. Wer würde sich durchsetzen im Kampf um den freien Platz auf dem Flügel? Ante Rebic galt als gesetzt für die Außenbahnen und so kämpften die beiden Neuzugänge vom Hamburger SV – Nicolai Müller und eben Kostic – um den anderen Posten in der Offensive der Hessen.

Systemumstellung als Knackpunkt

Zu diesem Zeitpunkt schwebte Trainer Adi Hütter noch ein 4-4-2-System mit zwei klassischen offensiven Außenbahnspielern vor. Überzeugen konnten die Hessen in dieser Zusammensetzung nicht, sie holten nur drei Zähler aus vier Partien. Kostic war bis dahin noch nicht die erhoffte Verstärkung und strahlte nur wenig Gefahr aus.

Kostic erfindet sich neu

Dies änderte sich erstmals am vierten Spieltag, als Hütter die Mannschaft im 3-4-1-2 auflaufen ließ. Kostic lief als hochgezogener Linksverteidiger gegen RB Leipzig auf und überzeugte, obwohl sein Handspiel zum Elfmeter führte, der den Endstand zum 1:1 bedeutete. Dennoch war schon da erkennbar, welche Qualitäten in dem 26-Jährigen stecken, wenn er Vertrauen spürt und sein Potenzial abrufen kann.

„Überragend“ gegen Wolfsburg

Inzwischen hat der Serbe sechs Scorerpunkte in 17 Pflichtspielen auf dem Konto und sich auf ungewohnter Postion neu erfunden. Bei der 1:2-Niederlage der Eintracht gegen den VfL Wolfsburg war er in den ersten 25 Minuten das Zugpferd, Hütter bescheinigte ihm eine „überragende“ Leistung. Kostic bereitete mit seinen Flügelläufen drei gefährliche Situationen ein, einmal kullerte der Ball von Jonathan de Guzman an den Außenpfosten.

Sonderlob von Hütter

Er hatte 91 Ballkontakte, gewann sehr starke 70 Prozent seiner Zweikämpfe und marschierte rund elf Kilometer. Kostic kam im zweiten Durchgang zwar nicht mehr durch, dennoch suchte er permanent den Weg bis zur Grundlinie. In dieser Verfassung werden ihn die Konkurrenten Jetro Willems und Taleb Tawatha nicht verdrängen können. Wie groß das von Hütter entgegengebrachte Vertrauen ist, zeigte die Tatsache, dass der Trainer bei den Sachen, die ihm Freude bereiteten haben, den „bis zum Ende marschierenden“ Kostic aufzählte.

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