Bundesliga

Kostic: „Es ist mein Traum, die Champions League zu erreichen“

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Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Filip Kostic hat sich bei Eintracht Frankfurt auf neuer Position bestens zurechtgefunden. Der Linksaußen der Hessen hat viel Selbstvertrauen getankt und verfolgt große Ziele.

Filip Kostic hat in seinen viereinhalb Jahren, in denen er bereits in Deutschland spielt, beim VfB Stuttgart und den Hamburger SV andere Zeiten als in Frankfurt erlebt. Es ging gegen den Abstieg und er wurde von Medienlandschaft und Umfeld häufig scharf kritisiert. „Ich möchte nicht mehr über diese Zeit reden“, sagte der Serbe auf Nachfrage von fussball.news. Seine Vorsicht, den Journalisten gegenüber, drückt sich auch darin aus, dass er die Fragen in englischer und nicht in deutscher Sprache beantworten möchte. Die Gefahr, missverstanden und falsch wiedergegeben zu werden, ist schließlich groß.

Kostic träumt von der Champions League

Wenn der 25-Jährige allerdings auf das internationale Geschäft angesprochen, erhellt sich die Miene und die Redelust steigt deutlich an. „Die Europa League ist wichtig für uns! Es ist gut für das Team und unser Selbstvertrauen“, sagte Kostic. Die Bundesliga sei zwar wichtig, doch die Europa League etwas besonderes. Der Linksfuß will allerdings höher hinaus: „Es ist mein Traum, dass wir am Ende einen der ersten vier Plätze belegen und die Champions League erreichen.“

„Kompakter stehen und zur richtigen Zeit die Tore schießen“

Dafür müsse nun die Niederlage gegen den VfL Wolfsburg (1:2) abgeschüttelt und im Auswärtsspiel bei Hertha BSC am kommenden Samstag (18.30 Uhr) die nächste Siegesserie gestartet werden. Im Heimspiel gegen die Niedersachsen blieben die Frankfurter nach elf Partien mit zehn Siegen und einem Remis erstmals wieder punktlos. „Wir müssen wieder kompakter stehen und zur richtigen Zeit die Tore schießen“, forderte Kostic von der Mannschaft.

Kostic rückt sich nicht in den Vordergrund

Seine eigene, gegen Wolfsburg so starke Leistung, wollte er nicht in den Vordergrund rücken: „Es geht darum, wie das Team spielt.“ Kostic agiert seit der Partie gegen RB Leipzig (1:1) am vierten Spieltag als offensiver Linksverteidiger und hat sich vollständig damit arrangiert: „Es ist nicht so einfach, auf dieser Position zu spielen. Aber ich weiß, was ich kann und das ich das spielen kann.“

Negative Bilanz gegen Hertha

Dies bewies er sowohl auf nationaler, als auch auf internationaler Ebene: Zwei Tore und vier Vorlagen stehen auf dem Konto, dazu blieben viele gute Flanken in Erinnerung, die vor allem gegen Wolfsburg teilweise leichtfertig von den Kollegen vergeben wurden. Gegen Hertha warnte er bereits: „Es ist nicht einfach dort zu spielen. Sie haben eine gute Mannschaft.“ Er konnte in der Hauptstadt noch nicht punkten, bei seinen vier Auftritten mit Stuttgart und Hamburg gab es vier Niederlagen. Generell liest sich die Bilanz der Hessen im Olympiastadion eher mau: In 33 Partien gab es nur acht Siege und drei Remis. Einer davon wurde vergangene Saison eingefahren, Marius Wolf und Kevin-Prince Boateng drehten einen 0:1-Rückstand.

Kostic blendet Statistik aus

Kostic zählt allerdings nicht zu der Kategorie Spieler, die hadern und sich mental herunterziehen lassen. „Wir probieren immer besser zu werden und uns in der Tabelle nach vorne zu kommen“, sagte der Nationalspieler und stellte noch einmal klar: „Alles ist möglich bei uns!“ Am Ende, so der Wunsch, dann auch die Königsklasse.

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