Bundesliga

Kostic dachte im Sommer nicht an Eintracht-Abgang: „Bin sehr glücklich“

on

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Eintracht Frankfurt hat im Sommer mit Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic drei Leistungsträger verloren. Beim vierten Star des Teams ließen die Verantwortlichen aber nicht mit sich reden: Angebote oder Anfragen für Filip Kostic wurden abgeblockt. Der Serbe selbst hatte damit überhaupt keine Probleme.

Filip Kostic hat bei Eintracht Frankfurt auch in der Saison 2019/20 sofort wieder den Status als Leistungsträger angenommen. Acht Scorerpunkte nach 13 Pflichtspielen sind die Fortsetzung der starken Statistik der vergangenen Spielzeit: Der zunächst auf Leihbasis vom Hamburger SV geholte und inzwischen für rund fünf Millionen Euro fest verpflichtete Serbe steuerte in 46 Partien zehn Treffer und 13 Vorlagen bei. Sein Marktwert ist in diesem Zeitraum förmlich explodiert, die Onlineplattform transfermarkt.de ordnet den 26-Jährigen inzwischen bei 38 Millionen Euro ein.

Eintracht hat sich nicht mit Anfragen oder Angeboten beschäftigt

Im Sommer soll es Interessenten aus Italien und Spanien gegeben haben, neben Inter Mailand hatte nach fussball.news-Informationen auch Atletico Madrid etwas genauer hingesehen. Ein Abgang aus Frankfurt kam für beide Seiten jedoch nicht infrage. „Nach der vergangenen Saison haben Trainer Adi Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic mit mir gesprochen und mir beide gesagt, dass ich bleiben soll. Das war auch gut so, denn ich bin sehr glücklich bei der Eintracht“, sagte Kostic im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau.

Kostic hat sich in Frankfurt hervorragend integriert

Der Linksaußen zeigt sich hochbegeistert von dem Traditionsverein: „Wir haben hier die besten Fans, das beste Stadion und das beste Umfeld.“ Ob es tatsächlich konkrete Angebote gab, ließ Kostic offen: „Da müssen Sie Fredi fragen (lacht).“ Der Nationalspieler lässt authentisch durchblicken, diese Entscheidung nicht nur einfach respektiert, sondern auch befürwortet zu haben. Dankbarkeit ist etwas, was im Fußball-Business eigentlich nicht groß geschrieben wird. Doch Kostic kennt beim VfB Stuttgart und dem HSV andere Zeiten, er steckte – wie Trainer Adi Hütter einst erklärte – „in einer Schublade“.

Hütter und Bobic waren sofort von Kostic überzeugt

Die Eintracht hat ihn rausgeholt, auf seiner jetzigen „Lieblingsposition“ als hochstehender, dynamischer Linksverteidiger fühlt er sich inzwischen pudelwohl. „Der Trainer, Fredi (sein Entdecker, Anm. d. Red.) und viele andere haben sofort an mich geglaubt, als ich vergangenes Jahr kam. Deshalb will ich ihnen nun auf dem Platz etwas zurückgeben.“ Bislang gelingt es ihm, auch wenn die Abläufe mit den neuen Mitspielern Bas Dost, Andre Silva oder Djibril Sow noch nicht vollständig einstudiert sind. Dennoch befinden sich die Hessen insgesamt auf dem richtigen Weg – auch wegen Kostic.

About Christopher Michel

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.