Bundesliga

Korkut-Entlassung konterkariert Reschkes Treuebekenntnis

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Der VfB Stuttgart hat einen Tag nach der 1:3 Niederlage gegen Hannover 96 seinen Trainer Tayfun Korkut entlassen. Davon war unmittelbar nach dem Spiel allerdings noch keine Rede.

Nein, von einer Trainer-Diskussion wollte Michael Reschke nichts wissen. Der Stuttgarter Sportvorstand versicherte nach der Partie gegenüber Sport1, dass „sich die Trainerfrage nicht stellt.“ Seine Enttäuschung über den schwachen Saisonstart verhehlte er zwar nicht, zeigte sich aber auch überzeugt von der Arbeit der Mannschaft und des Trainerteams: „Das ist nach sieben Spieltagen eine total enttäuschende Zwischenbilanz. Aber es ist definitiv noch genug Substanz in der Mannschaft und im Trainerteam, um einen Neustart zu schaffen.“ Deswegen stellte er auch eine weitere Zusammenarbeit offiziell nicht in Frage: „Wir werden alles daran setzen, um in dieser Konstellation wieder erfolgreich zu sein.“

Auch Hannes Wolf geht nach Treuebekenntnis von Reschke

Diese Überzeugung scheint nun ins Wanken geraten zu sein, nur wenige Stunden nach der Aussage Reschkes. Es ist nicht das erste Mal, dass Trainer in Stuttgart gehen, nachdem ihnen der Sportvorstand sein Vertrauen ausgesprochen hat: „Mit dem sitzen wir morgen zusammen, und mit dem werden wir uns auch vorbereiten auf Wolfsburg“, sagte Reschke über Ex-Trainer Hannes Wolf am 27. Januar nach der 0:2 Niederlage gegen Schalke. Einen Tag später war Hannes Wolf nicht mehr Trainer der Schwaben.

Update 13.08: Mittlerweile hat Michael Reschke zu seinen Aussagen Stellung bezogen: „Dass wir uns da bereits verabredet haben, uns zusammenzusetzen, ist Fakt, das räume ich ein“, sagte er im Sport1-Doppelpass über seine Aussagen von gestern. Allerdings fügte der Sportvorstand auch hinzu: „Wir haben gestern nicht gesagt, dass alles in Ordnung ist.“

About Stefan Katzenbach

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