Bayer 04 Leverkusen

Kohr: „Es gibt immer weniger Spielertypen meiner Art“

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Als Bayer Leverkusen vor der vergangenen Saison Dominik Kohr mittels einer Rückkaufoption vom FC Augsburg ins Rheinland beorderte, gingen viele Experten davon aus, es würde schwer für den Mittelfeldmann, auf regelmäßige Spielanteile zu kommen. Mit 32 Pflichtspiel-Einsätzen, davon 22 von Anfang an, durfte der 24-Jährige aber als Stammspieler gelten. Er sieht sich als Teil einer aussterbenden Art.

„Es gibt immer weniger Spielertypen von meiner Art“, sagte Kohr im Interview mit t-online.de. „Es gehört zu meiner Spielweise, dass ich in Zweikämpfe gehe, in denen es auch richtig scheppert.“ Bei der WM sei zu sehen gewesen, wie wichtig Spieler sein können, die die Drecksarbeit im Mittelfeld verrichten. Ngolo Kante gehörte bei Weltmeister Frankreich dadurch zu den prägenden Figuren. „So Spielertypen helfen einer Mannschaft immer, auch wenn sie vielleicht etwas unter dem Radar laufen. Innerhalb eines Teams haben sie meistens ein gutes Standing.“

Der große Traum von Titeln

Das gilt auch für Kohr, der in der neuen Saison nicht zuletzt dank der Mehrfachbelastung durch die Europa League erneut gute Aussichten auf große Spielanteile hat. Die Werkself geht mit großen Ambitionen in die Spielzeit, nachdem sie vergangene Saison denkbar knapp den Einzug in die Königsklasse verpasste. Nur das Torverhältnis stand Bayer im Weg. „Unser Ziel ist primär ein Champions-League-Platz“, sagt Kohr deshalb.  „Aber es ist natürlich ein großer Traum, endlich auch mal einen Titel zu gewinnen. Wir haben großes Potenzial und sind heiß auf die neue Saison.“ Los geht es für die Rheinländer im DFB-Pokal am 18. August beim Oberligisten 1.CfR Pforzheim. Eine Woche später gastiert Leverkusen im Topspiel des 1. Bundesliga-Spieltags zum Derby bei Borussia Mönchengladbach.

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