Bundesliga

Kohfeldt lobt mannschaftsdienlichen Eggestein: „Ihm ist nicht wichtig, wie er wegkommt“

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Der Saisonstart von Werder Bremen ist, zumindest was Ergebnisse und die Tabelle anbelangt, kaum fair zu bewerten. Die Hanseaten hatten mit ungeheurem Verletzungspech zu kämpfen, das Lazarett leert sich erst langsam. Der ein oder andere Profi musste deshalb bis an die körperlichen Grenzen gehen. Maximilian Eggestein erhält dafür ein Sonderlob von Florian Kohfeldt.

Der Cheftrainer nahm in der Pressekonferenz vor der Partie bei Eintracht Frankfurt am heutigen Sonntagabend den Einsatz seines Mittelfeldmanns gegen RB Leipzig zum Anlass für eine Hymne auf den 22-Jährigen. Die Partie ging zwar mit 0:3 verloren, Werder zeigte aber zumindest Charakter. Wegen Rückenproblemen reichte auch Eggestein nicht an die eigene Leistungsgrenze heran. Eine „Weltklasseleistung“ habe er deswegen aber auch gar nicht erwartet, so Kohfeldt. Vielmehr nötigt ihm Respekt ab, dass das Eigengewächs sich dennoch für die Mannschaft aufopferte.

Erfolg wichtiger als Image

„Das zeigt einmal mehr, wie sehr sich Maxi in den Dienst der Mannschaft stellt“, lobt der Übungsleiter. „Es ist ihm überhaupt nicht wichtig, wie er dabei wegkommt. Ihm ist wichtig, dass wir Erfolg haben.“ Dazu passt, dass Kohfeldt Eggestein in dieser Saison eine taktisch wichtigere Rolle zugedacht hat, in der es der Jungstar aber schwerer hat, für die oberflächliche Fußballöffentlichkeit Punkte zu sammeln. Beim 2:2 in Dortmund etwa konzentrierte sich das Lob der meisten Beobachter auf Jiri Pavlenka oder Milot Rashica. Dabei hatte Eggestein aber auch großen Anteil am Achtungserfolg.

„Müssen uns daran gewöhnen“

„Er muss nicht sofort tiefe Läufe machen, sofort Zwischenräume besetzen oder sofort torgefährlich sein“, umreißt Kohfeldt das veränderte Aufgabengebiet seines Mittelfeldmannes. „Wir müssen uns in dieser Saison daran gewöhnen, dass Maxi häufiger in den Sechserraum gehen wird.“ Schon bei der U21-EM sei sein Schützling in ähnlicher Rolle in der öffentlichen Meinung zu schlecht weggekommen, moniert Kohfeldt. Dessen lobende Worte auf Eggestein deshalb sicher mit Bedacht gewählt gewesen sein dürften. Der Cheftrainer weiß genau: Für die geplante Aufholjagd auf die europäischen Ränge nach der Rückkehr bislang verletzter Schlüsselspieler braucht er Eggestein in Bestform.

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