Bundesliga

Kohfeldt: Acht Gegentreffer nach drei Spielen „kein Zufall mehr“

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Werder Bremen hat vor der Länderspielpause gegen den FC Augsburg einen 3:2-Sieg eingefahren. Nach drei Spieltagen von einem Befreiungsschlag zu sprechen, wäre sicher überhöht. Zumal auch gegen die Fuggerstädter noch manche Frage offen blieb. Florian Kohfeldt treibt vor allem die Defensive um.

Acht Gegentreffer haben die Hanseaten kassiert, die drittmeisten unter den 18 Bundesligisten. „Die Sache macht mir natürlich Sorgen“, zitiert das Internetportal Deichstube den Chefcoach. „Man bekommt nach drei Spielen das Gefühl, dass es kein Zufall mehr ist.“ Dass bei den Grün-Weißen der Angriff stärker ist als die Verteidigung, hat dabei durchaus Tradition. Auch unter Kohfeldt, der sein Team mutig nach vorn spielen lässt. „Uns muss klar sein, dass wir nicht jedes Mal drei Tore schießen“, warnt er jedoch.

Kohfeldt will keine Entschuldigungen geltend machen

Die Länderspielpause soll nun Gelegenheit für eine tiefgreifende Analyse der Probleme bieten. Dabei liegt ein womöglich zentrales Thema auf der Hand: Das Personal. Werder Bremen hat mit vielen Verletzten zu kämpfen, musste in der Abwehrkette bereits viele Konstellationen probieren. Alleine, Kohfeldt will sich nicht darauf zurückziehen. „Ich könnte tausend berechtigte Entschuldigungen anbringen, aber das möchte ich nicht.“ Er sucht nach Gründen, nicht nach Erklärungen.

Reaktion auf Rückschläge

Ein Problem liegt dabei womöglich im mentalen Bereich. „Man sieht, dass wir gerade nicht unbedingt vor Selbstvertrauen strotzen, wenn wir ein Gegentor bekommen“, formuliert Mittelfeldmann Nuri Sahin. Tore fallen so bisweilen in kurzen Abständen. Am 1. Spieltag bei der 1:3-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf brauchte der Gegner zwölf Minuten für Führungstreffer und Schlusspunkt. Die Woche darauf, beim 2:3 bei der TSG Hoffenheim, lagen sogar nur fünf Minuten zwischen Ausgleich und Führungstreffer der Gastgeber.

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