1. FC Köln

Köln reist nach Kiel: „Es geht nicht um den Gegner, sondern um uns“

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Wenn der 1. FC Köln am Samstag (13 Uhr) bei Holstein Kiel antritt, ist dieses Duell für ein Trio ein ganz besonderes. Neben Trainer Markus Anfang haben auch Abwehrboss Rafael Czichos und Mittelfeldspieler Dominick Drexler vergangene Saison mit den Störchen um den Aufstieg in die Bundesliga gekämpft und sind erst in der Relegation gegen den VfL Wolfsburg gescheitert. Die Vorschau von fussball.news.

Tim Walter hat im Sommer ein schweres Erbe von Markus Anfang übernommen. Der Trainer der Kieler hat das Team nach dem Umbruch allerdings zügig in die Spur gebracht und holte bereits ordentliche zwölf Zähler. Vor eigenem Publikum haben die Störche noch keine Niederlage einstecken müssen. Walter sah bereits Fortschritte: „Unsere Spieler sind fitter als in den vergangenen Monaten und haben eine Entwicklung genommen, mit der ich sehr zufrieden bin.“

Kommt das Kölner Spiel Holstein entgegen?

Der durchaus selbstbewusste Coach erkannte allerdings noch Luft nach oben und erklärte, woran seine Mannschaft zu arbeiten habe: „Jetzt müssen wir den nächsten Schritt machen. Wir müssen die Wege in die Tiefe gehen, das gehört genauso dazu, wie die Bereitschaft, den nötigen Einsatz zu zeigen.“ Mit dem Effzeh wartet eine schwierige Aufgabe, der Absteiger steht trotz zweier Heimniederlagen auf dem ersten Tabellenplatz. „Köln ist aktiver als andere Mannschaften in dieser Liga. Der FC wird nicht auf Kontersituationen warten, sondern selbst aktiv sein. Aber das kann uns auch in die Karten spielen“, sah Walter die Chance für sein Team.

Respekt vor individueller Klasse der Kölner

Allerdings sei eine individuelle Klasse, wie sie etwa Simon Terodde, Louis Schaub, Christian Clemens oder Ex-Kieler Dominick Drexler besäßen, „nur schwer zu stoppen.“ Personell muss Holstein auf Mathias Honsak (Armbruch), Aaron Seydel (Fersenreizung) und Kingsley Schindler (Gelb-Rot-Sperre) verzichten. Hinter dem Einsatz von Jae Sung Lee steht noch ein Fragezeichen.

Anfang erklärt Heimschwäche

Anfang erinnert sich weiterhin gerne an seine Zeit in Kiel zurück, die Station bot ihm die Möglichkeit, sich im Profifußball auch als Trainer einen Namen zu machen. In Köln ist es dem Trainer auf Anhieb gelungen, die Weichen in Richtung Wiederaufstieg zu stellen. Vor allem in der Fremde überragt die Mannschaft und sammelte zwölf von zwölf möglichen Zählern. „Wir wollen eigentlich immer denselben Fußball spielen. Ich glaube, dass sich die Mannschaft zu Hause mehr Druck aufbaut“, vermutete Anfang.

Kölner schauen auf sich

In Kiel kann sein Team möglicherweise etwas befreiter aufspielen. Die Störche sind keine Mannschaft, die sich auf reine Verteidigungsarbeit konzentrieren. Sie bieten durchaus gepflegten Fußball an, vor allem im Heimspiel gegen den SV Darmstadt (4:2) am achten Spieltag bewiesen sie ihre Klasse. Damit wollte sich Anfang nicht mehr länger auseinandersetzen: „Es geht nicht um den Gegner, sondern um uns. Es ist wichtig, dass wir gut in die Partie reinkommen.“

Keine Personalprobleme

Es habe keinen Spaß gemacht, die 1:2-Heimniederlage gegen den MSV Duisburg mit durch die Länderspielpause zu schleppen. Jetzt gehe es wieder darum, mit breiter Brust zu agieren: „Wir nehmen die Favoritenrolle in der zweiten Liga an und wollen das auch.“ Anfang kann dabei aus dem Vollen schöpfen, mit Ausnahme der Langzeitverletzten sind alle Akteure mit dabei.

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